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Geschrieben von: Chrischi
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Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 13:03 Uhr |
 Nur durch Zufall bin ich vor einigen Jahren auf einen Roman namens "Verblendung" von Stieg Larsson gestoßen. Die Lektüre des Thrillers hat mich so begeistert, dass ich auch "Verdammnis" und "Vergebung" in kürzester Zeit gelesen habe. Wer die "Millennium-Trilogie" noch nicht gelesen hat, sollte das schnellstmöglich nachholen. Die schwedischen Verfilmungen (vorrangig der Director's Cut) schafften es bei allen Abweichungen und Auslassungen, die düstere Atmosphäre und Spannung der Thriller auf Bild zu bannen, und setzten das ungleiche Paar Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander (brillant gespielt von Nomi Rapace) auf kongeniale Art in Szene. Mit großer Skepsis habe ich mir nun die Hollywood-Verfilmung des ersten Larsson-Bestsellers angesehen, von niemand geringerem gedreht als David Fincher ("Sieben", "Zodiac", "Der seltsame Fall des Benjamin Button"). Und bin mir immer noch unsicher, was ich davon halten soll.
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Geschrieben von: Chrischi
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Freitag, den 13. Januar 2012 um 13:39 Uhr |

Veränderungen müssen nicht immer gut sein. Oft genug findet man in der Musikwelt Beispiele an Brüchen, die dem Hörer als bahnbrechende Weiterentwicklung verkauft werden. Band xy ist jetzt noch viel besser und ganz anders, und das muss auch so sein, und sie hat natürlich das beste Album aufgenommen, das die Menschheit jemals gehört hat - so oder ähnlich argumentieren Infozettel zu neuen CDs gerne, und nicht selten bezieht man sich dabei auf famose Veränderungen und ganz neue Sounds.
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Geschrieben von: Chrischi
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Dienstag, den 15. November 2011 um 20:02 Uhr |
"Wer zur Hölle ist LOU REED?!" Das war der erste Gedanke, der mir nach Bekanntgabe der Kollaboration mit METALLICA in den Sinn kam. Nein, ich kenne keinen einzigen Song von VELVET UNDERGORUND und habe auch noch nie etwas von Reed solo gehört, nur den Namen des Musikers kannte ich. Nach dem Hören des anderthalbstündigen Projekts "Lulu" bin ich schlauer: Reed ist ein nörgeliger Opa, der zu Kracheskapaden der vier 'tallica-Boys eigens geschriebene Texte über Frank Wedekinds Dramen "Erdgeist" (1895) und "Die Büchse der Pandora" (1904) rezitiert und bei seinem bärbeißigen, schiefen Sprechgesang hemmungslos auf Rhythmus und Tonlage der Musik pfeift.
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Geschrieben von: Chrischi
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Sonntag, den 19. Dezember 2010 um 11:11 Uhr |
Seit Anfang Dezember ist es draußen, das neue Album von DER W, seines Zeichens ex-Bandleader und -Bassist der 2005 aufgelösten BÖHSEN ONKELZ. Sein Solodebüt "Schneller, höher, Weidner" wurde 2008 mit Spannung erwartet und stellte sich schnell als großer Erfolg mit einer ausverkauften Tour und einem Support-Slot für MOTÖRHEAD heraus. Das Album erinnerte durchaus an die Spätphase der ONKELZ ("Dopamin", "Adios"), klang dabei allerdings auch deutlich anders und vielschichtiger. Vor allem musste sich erst einmal zeigen, wie Weidner seine neue Position als alleiniger Sänger ausfüllen konnte, was sowohl auf dem Album als auch live der Fall war.
Nun also "Autonomie", von dem nichts weiter erwartet wurde, als dass es das sehr hohe Niveau des ersten DER W-Albums halten könne - am besten aber noch schneller, noch höher, eben noch mehr Weidner. Nach dem Ausstieg Rupert Keplingers ist Dirk Czuya der einzige Gitarrist, der zudem an einem Großteil des neuen Songmaterials mitgearbeitet hat. Obwohl Weidner bezweifelt, dass sich dies auf das Songwriting ausgewirkt hat, wird dem Hörer schon beim ersten Durchgang bewusst, dass "Autonomie" deutlich experimenteller, variabler und irgendwie anders ist als "Schneller, höher, Weidner". Auf dem Debüt gab es mit "Schatten", "Angst" oder "Liebesbrief" zwei, drei Nummern, mit denen ich mich auch heute noch schwer tue (obwohl sie live prächtig funktionieren, wie die DVD "Von A nach W" zeigt). Die extrem starken Momente wie die Single "Geschichtenhasser", das grandiose "Tränenmeer" oder das balladeske Trio "Zwischen Traum und Paralyse" (emotionaler Höhepunkt), "Asche zu Asche" und "Ein Lied für meinen Sohn" überwogen und zeigten einen Stephan Weidner, der genau wusste, was er tat.
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