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Musik - Wollt ihr Fortschritt oder Stagnation?
Beitrag bewerten: 2 Votes | Ø 5.00
Crossfire
Geschrieben von: Chrischi   
Freitag, den 13. Januar 2012 um 13:39 Uhr
stagnation

Veränderungen müssen nicht immer gut sein. Oft genug findet man in der Musikwelt Beispiele an Brüchen, die dem Hörer als bahnbrechende Weiterentwicklung verkauft werden. Band xy ist jetzt noch viel besser und ganz anders, und das muss auch so sein, und sie hat natürlich das beste Album aufgenommen, das die Menschheit jemals gehört hat - so oder ähnlich argumentieren Infozettel zu neuen CDs gerne, und nicht selten bezieht man sich dabei auf famose Veränderungen und ganz neue Sounds.
 
Lulu – Verkannte Kunst oder vertonte Scheiße?
Beitrag bewerten: 8 Votes | Ø 2.63
Crossfire
Geschrieben von: Chrischi   
Dienstag, den 15. November 2011 um 20:02 Uhr
lulu"Wer zur Hölle ist LOU REED?!" Das war der erste Gedanke, der mir nach Bekanntgabe der Kollaboration mit METALLICA in den Sinn kam. Nein, ich kenne keinen einzigen Song von VELVET UNDERGORUND und habe auch noch nie etwas von Reed solo gehört, nur den Namen des Musikers kannte ich. Nach dem Hören des anderthalbstündigen Projekts "Lulu" bin ich schlauer: Reed ist ein nörgeliger Opa, der zu Kracheskapaden der vier 'tallica-Boys eigens geschriebene Texte über Frank Wedekinds Dramen "Erdgeist" (1895) und "Die Büchse der Pandora" (1904) rezitiert und bei seinem bärbeißigen, schiefen Sprechgesang hemmungslos auf Rhythmus und Tonlage der Musik pfeift.
 
Noch schneller, noch höher, noch mehr Weidner?
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Crossfire
Geschrieben von: Chrischi   
Sonntag, den 19. Dezember 2010 um 11:11 Uhr
Der W AutonomieSeit Anfang Dezember ist es draußen, das neue Album von DER W, seines Zeichens ex-Bandleader und -Bassist der 2005 aufgelösten BÖHSEN ONKELZ. Sein Solodebüt "Schneller, höher, Weidner" wurde 2008 mit Spannung erwartet und stellte sich schnell als großer Erfolg mit einer ausverkauften Tour und einem Support-Slot für MOTÖRHEAD heraus. Das Album erinnerte durchaus an die Spätphase der ONKELZ ("Dopamin", "Adios"), klang dabei allerdings auch deutlich anders und vielschichtiger. Vor allem musste sich erst einmal zeigen, wie Weidner seine neue Position als alleiniger Sänger ausfüllen konnte, was sowohl auf dem Album als auch live der Fall war.


Nun also "Autonomie", von dem nichts weiter erwartet wurde, als dass es das sehr hohe Niveau des ersten DER W-Albums halten könne - am besten aber noch schneller, noch höher, eben noch mehr Weidner. Nach dem Ausstieg Rupert Keplingers ist Dirk Czuya der einzige Gitarrist, der zudem an einem Großteil des neuen Songmaterials mitgearbeitet hat. Obwohl Weidner bezweifelt, dass sich dies auf das Songwriting ausgewirkt hat, wird dem Hörer schon beim ersten Durchgang bewusst, dass "Autonomie" deutlich experimenteller, variabler und irgendwie anders ist als "Schneller, höher, Weidner". Auf dem Debüt gab es mit "Schatten", "Angst" oder "Liebesbrief" zwei, drei Nummern, mit denen ich mich auch heute noch schwer tue (obwohl sie live prächtig funktionieren, wie die DVD "Von A nach W" zeigt). Die extrem starken Momente wie die Single "Geschichtenhasser", das grandiose "Tränenmeer" oder das balladeske Trio "Zwischen Traum und Paralyse" (emotionaler Höhepunkt), "Asche zu Asche" und "Ein Lied für meinen Sohn" überwogen und zeigten einen Stephan Weidner, der genau wusste, was er tat.
 
Der zweite Mann am Mikro oder: Mehr Backing Vocals braucht das Land!
Beitrag bewerten: 4 Votes | Ø 3.50
Crossfire
Geschrieben von: Chrischi   
Mittwoch, den 21. Juli 2010 um 21:17 Uhr
Jeder hat ja das ein oder andere, was er besonders gerne an der Musik mag. Manche finden generell eine mörderfette Produktion cool, andere lieben es, wenn der Bass, ein traditionell eher in der zweiten Reihe stehendes Instrument, richtig deutlich zur Geltung kommt, wieder andere lieben es, wenn man ihren Lieblingssänger bei jedem Atmen und Seufzen deutlich vernehmen kann. Das sind so kleine Dinge, auf die man beim Musik hören achtet und denen man vielleicht nicht primär die größte Aufmerksamkeit schenkt, die aber doch irgendwie wichtig sind. Ich persönlich stehe auf Backing Vocals. Wieso und warum? Keine Ahnung, aber der zweite (oder auch dritte und vierte) Mann, der den Leadsänger unterstützt, hat seit jeher meine vollste Sympathie.
 
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