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Escape The Fate - This War Is Ours

Beitrag bewerten: 8 Votes | Ø 3.13
Artikel -

CD-Review

Geschrieben von: Domi   
Sonntag, den 09. November 2008 um 15:39 Uhr

 

 

 

 


Stil (Spielzeit): Emo/Metal/Punk (44:28)
Label/Vertrieb (VÖ): Epitaph Records/SPV (17.10.08)
Bewertung: 6,5/10

Link(s): http://www.escapethefate.net/
http://www.myspace.com/escapethefate

ESCAPE THE FATE aus dem Zockerparadies Las Vegas beweisen Durchhaltevermögen. 
Mittlerweile-Ex-Sänger Ronald Radke sitzt bereits seit geraumer Zeit in Untersuchungshaft, Grund hierfür sind nicht unwesentliche Dinge wie die Anstiftung zu einem Mord und die Verletzung diverser Bewährungsauflagen. Somit sieht Herr Radke wahrscheinlich in den nächsten vier Jahren die Wände berühmt-berüchtigter Ami-Knastbunker von innen. Wir sagen jedoch: Nicht weiter schlimm. Selber schuld, der Kerl. Heroin entschuldigt nämlich für gar nichts. Ausgestiegen ist 2007 auch Gitarrist Omar Espinosa, wurde jedoch prompt durch Bryan Money ersetzt. 

ESCAPE THE FATE scheinen sich also von den Eskapaden ihres Ex-Sängers und diversen anderen Rückschlägen nicht beeinflussen zu lassen: „This War Is Ours“ stellt bereits nach der EP „There's No Sympathy For The Dead“ und dem vielbeachteten Debütalbum „Dying Is Your Latest Fashion“ von 2006 bereits den zweiten Longplayer über Epitaph dar. Eingesungen hat die Songs Craig Mabbit, offizieller Nachfolger Radkes und Ex-BLESSTHEFALL.
Jedoch macht Mabbit seinen Job ziemlich gut, zwar besitzt er die typisch feminine Emostimme und heult im abschließenden „Harder Than You Know“ auch aufs Übelste rum. Jedoch schafft er es, in den richtigen Momenten auch mal anzuziehen, zu screamen oder sogar zu growlen und seine Möglichkeiten auszuloten. So etwa in dem beachtlichen und doch recht heftigen Titelsong „This War Is Ours (The Guillotine II)“ oder dem knackigen und metallastigen „The Flood“, welches auch als Single erschienen ist. Auch muss man dazusagen, dass „Harder Than You Know“ zum Schluss die absolut klassische Heulballade darstellt, allerdings als Acoustic-Bonus Track für die europäische Veröffentlichung mit aufgenommen wurde. Da fragt man sich schon, warum dies geschehen musste. Denn dieses wirklich schmalzige Stück hätte man sich definitiv sparen können. Denken die Amis vielleicht, sie sind für unsere Breitengrade vielleicht doch zu hart und müssen sowas noch am Schluss mit dranhängen? Man weiß es nicht. 

Im Allgemeinen wirken ESCAPE THE FATE schon anders als zu Beginn ihrer Karriere vor zwei Jahren. Vielleicht auch durch den Gesangswechsel, der Sound ist jedoch nicht schlechter geworden, allerdings ist eine gewisse Alternative-Schlagseite hinzugetreten. Jede Menge frischer Wind weht einem nämlich beim Hören von „This War Is Ours“ um die Ohren: Der Opener „We Won't Back Down“ legt zackig und eingängig los, man bemerkt einen deutlich größeren Punkanteil, welcher sich durch das gesamte Album zieht. Allerdings hin und wieder mit diversen Thrash-Einlagen, die das etwas jünglich-naiv anmutende Material („Ashley“, gute Ohrwurmqualitäten) ganz gut aufpeppt und somit auch für Nicht-Emos irgendwo interessant macht. Denn ein Song wie „Let It Go“ ist bereits als reiner Alternative-Pop-Rock zu bezeichnen. Generell wirken die vier an einigen Stellen stark beeinflusst von MY CHEMICAL ROMANCE, welche ESCAPE THE FATE mit auf Tour nahmen und damit nicht unwesentlich am kometenmäßigen Aufstieg-zumindest in den Staaten- mitverantwortlich waren. Auch lassen sich bei gewählten Melodien hier und da Parallelen zu den mittlerweile massenkompatiblen FALL OUT BOY ausmachen; härtere und unkonventionelle Parts rücken sie dann aber immer wieder auch in Richtung THE USED oder sogar HE IS LEGEND. 

Generell ist und bleibt „This War Is Ours“ entgegen dem destruktiven Titel ein ziemlich lockeres und unterhaltendes Emoalbum mit Punk-, Metal- und Alternativeeinschlägen. Zumindest aber interessanter als manch anderes Material der Richtung – da doch recht abwechslungsreich. Allerdings mit Ecken und Kanten.

Nachtrag/Korrektur: Omar Espinosa wurde 2007 nach seinem Ausstieg bei ESCAPE THE FATE nicht von Bryan Money ersetzt. Beide gehörten bereits 2004 der Band an.

Kommentare (3)

Unfähiger Autor
0
Also erstmal, wenn man die Band Escape The Fate nicht mag, muss man nicht umbedingt über sie einen nicht rescherschierten Artikel schreiben. Die Band hat die Musikrichtung Post-Hardcore, falls das dem Autor entfallen seien sollte. Da gibt es Hardcore Screams, die Musikrichtung ist eine härtere Version von Softcore (Punk). Hat also nicht direkt etwas mit Metal zu tuen. Sie hat hier und da die gleichen Elemente, das wars aber schon.
Kein momentanes oder ehemaliges Mitglied der Band ist ein Emo. Wie schon gesagt, Post-Hardcore und nicht Emocore.
Es ist auch normal das eine Band etwas ruhigere Lieder hat. "Harder Than You Know" wurde unteranderem von Buckcherry geschrieben. Das Lied sorgt für gelungene abwechslung im Album. Man kann das Album zu jeder Stimmung hören, man kann jedem Lied eine persönliche Note geben, also Gefühlslage.
Außerdem wurde Omar nicht durch Bryan ersetzt. Er war bereits Mitglied der Band, und wenn Omar aussteigt weil er sich nicht mit Ronnie versteht kann ich das verstehen. Aber Omar ist kein Verlust für die Band. Er ist ziemlich schwach gewesen denke ich mal. Also ich glaube die Riffs hätten andere besser spielen können. Außerdem hat er Max sowieso eine in die Fresse geschlagen, er sollte auch nicht mehr zurück kommen.

"This War is Ours" ist ein gelungenes Album. Craig nimmt mit "Let It Go" Abschied von Blessthefall und "The Flood" ist ein Lied das glaub ich teilweise wegen Ronnie geschrieben wurde, es ist von dem Computerspiel Halo 2 inspiriert. "We wont back down" würde ich als Abschied der Vergangenheit beschreiben.
Marleen , 30. April 2009
...
Domi
Der Recherchefehler bezüglich des Besetzungswechsels hätte natürlich nicht passieren dürfen und wurde im Nachtrag entsprechend korrigiert. Dennoch halte ich persönlich Genreeinordnungen generell für eine zweigleisige Sache. Was für den Rezensenten zum Beispiel ganz klar "Pop" ist, ist für den Anhänger der besprochenen Band bereits eine Verunglimpfung, da dieser sie definitiv als "Avantgarde-Pop" versteht. Dennoch liegt man meiner Meinung nach nicht falsch, wenn man den von ETF kreierten Stil als Musik beschreibt, die Emo, Metal und Punk als Versatzstücke aufweist...?!
Domi , 30. April 2009
...
0
Also der schlimmste Recherchefehler ist ja wohl eindeutig, dass nicht etwa Bassist Max Green sondern Craig Mabbit auf This War Is Ours singt !!! Max Green war nie der Lead-Sänger !
Ihla , 21. September 2009

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