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Soul Takers - Flies In A Jar

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Artikel -

CD-Reviews

Geschrieben von: Dirk   
Freitag, den 10. August 2007 um 17:16 Uhr

Stil (Spielzeit): Klassik-) Metal (51:22)
Label/Vertrieb (VÖ): Dragonheart Records / SPV (22.07.07)
Bewertung: 5/10

Link(s): http://www.soultakers.net

SOUL TAKERS wurde 1998 von Francesca und Federica Baldini gegründet, die beide professionelle Pianistinnen sind. Im Heavy Metal fanden sie die natürliche Weiterentwicklung der klassischen Musik, und mit dem ausgebildeten Sänger Dino Brentali, dem Drummer Mauro De Brasi, mit Andrea Grumelli am Bass, Jari Pilati an der Violine stellte sich schnell ein Line Up zusammen, mit dem 2005 das Debüt „Tides“ eingespielt wurde, welches von der Presse und den Fans mehr als wohlwollend angenommen wurde. 

Nach dem Release folgten etliche Gigs, vor allem in Norditalien, und mehrere TV und Radio Auftritte weckten das Interesse von Dragonheart Records, bei denen die Band dann 2006 auch einen Vertrag unterschrieben. Die Arbeiten zu „Flies In A Jar“ begannen sofort und wurden bereits Ende 2006 abgeschlossen. 

Die elf Tracks des Albums sind sehr klassisch orientierte Metal Tracks, was nicht nur an der Instrumentierung liegt, sondern auch am Songwriting an sich. Neben Pianos, wie beim Opener „Heaven’s Pillars“ kommen auch noch die Violine oder auch ein Saxophon zum Einsatz. 
Aber vor allem das Piano ist immer wieder federführend bei den Songs, wodurch das klassische Metal Instrument, nämlich die Gitarre für meine Begriffe doch ab und zu etwas zu sehr in den Hintergrund tritt. Die meisten Tracks sind sehr schwermütig, was allerdings sehr gut zu Dino Brenatis klarer und kraftvollen Stimme passt. 
Trotzdem fehlt mir der ein oder andere richtige Kracher, ein oder zwei Songs die einen wirklich umpusten. Am ehesten kommen da noch „The Silent Empire“, „My Subjected Shell“ oder „Chasing Clouds“ heran, die zwar wesentlich mehr rocken als der Rest der Songs, denen aber durch die Übermacht der Pianoklänge immer wieder die Power entzogen wird. 
Dass hier echte Könner am Werk sind, kann man in jedem Song hören, aber der Funke will nicht wirklich überspringen. 

Natürlich ist auch die ein oder andere Ballade vertreten, wobei hier die klassischen Instrumente natürlich perfekt eingesetzt werden. „Another World“ allerdings würde man niemals auf einem Metal Album erwarten, und klingt ein bisschen wie QUEENSRYCHE in ihrer Depri-Phase mit dem Album „Promised Land“. 

Fazit: Mit „Flies In A Jar“ haben SOUL TAKERS wirklich ein sehr außergewöhnliches Album mit extremen, klassischen Einflüssen eingespielt, das vielleicht den Ein oder Anderen Durchlauf mehr braucht, um sich richtig festzusetzen. 
Nach zwei Durchläufen hatte ich aber eher das Gefühl, ein "ganz nettes" Album zu hören, das niemandem richtig wehtun wird.

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