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A Day To Remember & For The Fallen Dreams - Münster / Sputnikhalle

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Artikel -

Konzertbericht

Geschrieben von: Kai   
Donnerstag, den 19. März 2009 um 22:31 Uhr


http://www.adtrrock.com/
http://www.myspace.com/forthefallendreams
http://www.myspace.com/kenaiuk

07.03.09 Münster / Sputnikhalle – Irgendwie hatte ich mir schon gedacht, dass es voll werden könnte. Soweit ich weiß, müsste das hier die erste Deutschland-Tour von A DAY TO REMEMBER sein. Genügend Leute haben sie mit ihren mittlerweile drei Alben auch erreicht, um ein ordentliches Feuerwerk abzuziehen. Und siehe da, ich war eigentlich noch mit jemandem verabredet, aber der hat schon keine Karte mehr bekommen – die Sputze ist ausverkauft! Aber soweit ich gelesen habe, ist das etwas, was ADTR auf der gesamten Europa-Tour des Öfteren hinbekommen haben – da hat aber wirklich jemand ein paar Fans über die letzten Jahre gewonnen!

Und die standen dann auch so zahlreich vor der Bühne, dass ich direkt mal nach hinten zu den Wandterrassen gegangen bin – denn sich vorne dazwischen zu mogeln, hatte relativ wenig Aussicht auf Erfolg, dafür war es einfach zu voll! Als ich endlich einen Platz hatte, spielten FOR THE FALLEN DREAMS bereits und wussten die Menge mit ihrem moshigen Hardcore berits aufzuwärmen. Zwar ging das Publikum hier noch nicht übermäßig steil, aber dennoch kam die Band ganz gut an. Zum Schluss des Sets schienen dann auch etwas bekanntere Songs zu kommen, da der ein oder andere Stagediver auf einmal mitsang. Ich kannte die fünf Amis zwar nicht, fand aber, dass sie ganz gut auf ein Label wie Ferret passen. Allerdings war es auch offensichtlich, dass sie nicht unbedingt zu 100% zum Headliner passten, da hier nun wirklich keine großen Pop-Anleihen oder gar cleane Gesangspassagen zu finden waren. Der ein oder andere Jungemo im Publikum mag es da eventuell etwas schwer gehabt haben. Aber egal, die Band wurde gebührend beklatscht und verließ sich artig bedankend die Bühne.

Da ich ja mit halb neun noch relativ früh am Ort des Geschehens war, ging ich davon aus, FTFD wären die erste Band gewesen und würden nun von KENAI abgelöst. Ich war auch echt gespannt, wie die ehemalige Band des neuen FIRE IN THE ATTIC-Sängers wohl so klingt, aber irgendwie passte da was nicht. Warum klatschen die alle schon so komisch beim Linecheck, und warum wurde gar kein Keyboard auf der Bühne benötigt? Mal schnell jemanden gefragt und erstaunt erfahren, dass KENAI bereits die erste Bands des Abends gewesen war und ich sie somit schlicht und einfach verpasst habe. Sowas. Und das um die Uhrzeit…

Jetzt ergab also auch die Vorfreude des Publikums Sinn! Und ADTR ließen sich zu einem klassischen Intro (ich Kulturbanause kenne nicht den Namen, bin aber sicher, das Stück aus einer Bierwerbung und „Werner, beinhart“ zu kennen – peinlich) auf die Bühne bitten und legten direkt mit den beiden Openern der neuen und der Platte davor los und hatten das Publikum in der Hand! Sie gaben sich nicht übermäßig böse – was angesichts ihrer Musik auch reichlich albern wäre – und spielten ihre Pop-Mosh-Mischung ziemlich spielfreudig für ein hüpf- und mitsingfreudiges Publikum. Das Hauptaugenmerk viel auf „For Those Who Have Heart!“, aber auch einige neue Stücke wurden kredenzt. Und das gut informierte Publikum sang dankbar und laut mit. Teilweise gab das richtig schöne Chorshouts, und bei dem Kelly Clarkson-Cover wurde auch kräftig mitgesungen. Aber auch zwei Stücke von „And Their Name Was Treason“ wurden abgefeiert. Meinetwegen hätten es zwar ruhig mehr Stücke von ihrem Debütalbum sein dürfen, aber das Publikum verlangt schließlich Mosh.

Die Band aus Florida legte hier auf ihrer ersten Tour durch Deutschland eine ziemlich gute Nummer aufs Parkett und klang recht gut, trotz Aushilfsgitarrist – einer der Originalklampfer hatte sich kurz vor der Tour die Hand gebrochen. Sänger Jeremy McKinnon nahm zwar Abkürzungen in den hohen Lagen und klang auch beim Schreien längst nicht so tief wie auf CD, brachte sich aber trotzdem ziemlich gut zu Gehör. Vermutlich wegen besagter Not-Besetzung war das Set des Fünfers auch relativ schnell vorbei.
Zuerst wurde dem Publikum kundgetan, man würde auf das Von-Der-Bühne-Gehen verzichten und einfach direkt die Zugabe spielen – da in der Sputnikhalle nun mal kein Backstage hinter der Bühne sei. Und ließ sich danach für das erste Mal, laut Eigenaussage, zu einer Zugabe nach der Zugabe (das Titelstück der neuen Platte „Homesik“) doch noch wieder auf die Bühne bewegen. Und nach einer Stunde war alles auch schon wieder vorbei.
Mir persönlich war es zwar etwas zu kurz – immerhin haben sie drei Alben raus. Aber laut Bandaussage könne man in dieser Besetzung nun mal nicht mehr Songs spielen. War trotzdem ein schöner Abend und man konnte nach Leibeskräften mitsingen (oder schreien). Würde ich mir auf jeden Fall noch mal geben!


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