ReviewsAlbum Reviews, Konzert DVDs, Bücher und Spiele für Musikfans – hier findest Du unsere Rezensionen / Kritiken aus allen Bereichen in der Übersicht. Empfehlungen der Redaktion sind mit dem Hinweis "Tipp" versehen. Krzak Experience – s/t
KRZAK kommen aus Polen. Dort spielen sie schon lange Rockmusik. Doch eines Tages dachten sich der Jan (der in Deutschland lebt) und der Leszek, sie könnten mit der Metal Band SEPSIS doch gemeinsame Sache machen, die selbst in den letzen Jahren kaum in Erscheinung trat. Gesagt getan. Unter dem Projektnamen KRZAK EXPERIENCE entstand dieses Album instrumentellen Metals mit Geige. Und dies ist der entscheidende Punkt.
Iced Earth - Live In Ancient Kourion Tipp
Nachdem ICED EARTH mit "Dystopia" ein verflucht starkes Album abgeliefert haben, auf dem Stu Block einen perfekten Einstieg als Sänger gab und Matthew Barlow fast vergessen ließ, war eine Live-Veröffentlichung eigentlich schon Pflicht. Im Gegensatz zu "Festivals Of The Wicked" haben die Amerikaner jedoch keinen Auftritt vor großem Publikum mitgeschnitten, sondern sich als ganz besondere Location ein kleines Amphitheater in Kourion, Zypern ausgesucht. Dort wurde "Live In Ancient Kourion" aufgenommen, mit dem "Alive In Athens" erstmals einen würdigen Nachfolger bekommt.
Sodom - Epitome Of Torture Tipp
Fett. Das ist das erste und letzte, was ich denke, wenn ich "Epitome Of Torture" höre. Einmal, weil der Sound so – nun ja – fett und druckvoll ist, dass er einem das Hirn wegpustet, und zum zweiten, weil die Songs mal wieder richtig reinhauen. Das deutsche Trio liefert auch auf dem mittlerweile 14. Studioalbum zehn allerfeinste Thrash-Granaten ab, vor denen man in Deckung gehen sollte - vielleicht nicht ganz so ausgeklügelt und melodiös wie die Kollegen von KREATOR, aber dafür klassisch und urwüchsig.
No Opinion - No Chains For Change
Tja, der Skatepunk wird eben auch immer aggressiver. NO OPINION sind nach „Allegro" von 2008 wieder da und legen jetzt ihr fünftes Album vor und wissen wieder zu begeistern. Zwar hat die Band aus Garmisch-Partenkirchen immer noch etwas Luft nach oben, was den Hitfaktor und den Facettenreichtum angeht, aber dafür ist „No Chains For Change" ein ziemlich fettes Brett geworden.
Rantanplan - Pauli
Oha. An RANTANPLAN habe ich mich seit Ewigkeiten nicht mehr herangewagt. Nach zwei der geilsten deutschen Skaplatten war „Samba" 2001 für mich der totale Sargnagel der Band. Na ja, in mehr als 10 Jahren ist mehr als genug Grass über die Sache gewachsen und so höre ich jetzt mal ganz gespannt in Pauli rein...
V.A. - A Split Worse Than Death
„A Split Worse Than Death“ ist eine Split-CD aus dem Vereinigten Königreich und beinhaltet die Bands FOETAL JUICE, BASEMENT TORTURE KILLINGS, DECIMATION, ZOMBIFIED und NAILED. Sie alle spielen Death-Metal, aber einem Kenner wird das Cover sofort alles sagen. Die Underground bands haben insgesamt 21 Songs auf ihren runtergestimmten Instrumenten fabriziert, die mal mehr und mal weniger modern tönen.
Lacrimas Profundere - Antiadore Tipp
LACRIMAS PROFUNDERE aus Bayern sind eine der wenigen Gothic Rockbands, die das Genre über Jahre ansprechend interpretieren. Rock wird tatsächlich genutzt und nicht für irgendwelche grottigen Riffschrammeleien vorgeschoben. Gothic spiegelt sich in den typischen Texten über Liebe, Masochismus, Hoffnung und Trauer gekonnt wider. Dank der überragenden Stimme von Rob Vitacca ist auch „Antiadore" wieder ein tolles Album geworden, welches trotz ruhiger Momente niemals im Schmalztiegel versinkt, sondern über 12 Songs und knappe 46 Minuten Spieldauer ansprechende rockige und tanzbare Unterhaltung bietet.
HIM - Tears On Tape
Der große Hype um HIM ist lange vorbei, doch auch nach mehr als 20 Jahren im Musikgeschäft sind Ville Valo und Bandkollegen eine der bekanntesten und erfolgreichsten Rockbands aus Finnland. Was auf "Greatest Lovesongs Vol. 666" noch neu und einzigartig klang, wurde auf "Razorblade Romance" mit Hits vom Fließband auf die Spitze getrieben. Später wurde auch mit doomigen Anteilen experimentiert ("Venus Doom"), aber im Grunde sind sich HIM über all die Jahre treu geblieben.
Queensryche - Frequency Unknown
Schlammschlachten zwischen Musikern sind nie gut – erst recht nicht, wenn sie in der Öffentlichkeit ausgetragen werden. So auch bei QUEENSRYCHE, von denen es nun zwei Versionen gibt, weil keine der beiden Parteien den trotz zuletzt extrem schwacher Alben zugkräftigen Bandnamen aufgeben will: Einmal Geoff Tate mit eher beliebig zusammengestellter Musikerschaft und "Frequency Unknown", und Michael Wilton, Parker Lundgren, Eddie Jackson und Scott Rockenfield mit Sänger Todd La Torre, die demnächst über Century Media ihr erstes Album herausbringen. Tate darf mit seiner QUEENSRYCHE-Version also vorlegen.
TesseracT - Altered State Tipp
TESSERACT sind schlichtweg eine traumhafte Band und zwar im wahrsten Sinne! Immer den Fokus auf brachialen, drückenden Riffs, hauen uns die Briten auf „Altered State" wieder den progressiven Hammer auf die Ohren. Gekonnt ziehen TESSERACT die Fäden und spinnen ein schier undurchdringliches Netz aus komplexen Tonfolgen, hochkarätigen Elektro-Einschüben und zahlreichen bombastischen Momenten.
Difused – The Silence
Einst versammelte sich im Münsterland eine Gruppe von jungen Herren, um sich im Feld des melodischen Todes musikalisch auszutoben. Es gab ein Debütalbum und einige Besetzungswechsel, was die Jungs aber nicht vom Weitermachen abgehalten hat. Gelohnt hat es sich, denn ihre selbsterstellte zweite Platte "The Silence" wird dieses Jahr mit Label-Unterstützung nochmals an die Öffentlichkeit gebracht.
Dark Tranquillity - Construct Tipp
Wie von mir erhofft, sind DARK TRANQUILLITY der Herrschaft über den schwedischen Melodic Death Thron mit „Construct" wieder ein ganzes Stück nähergekommen. Mit ihrem zehnten Studioalbum gibt uns die Band genau das, wofür Göteborg steht: tiefschwarze Melancholie, getaucht in eiskalte Härte, die optimale Verteilung von Licht und Schatten offenbart in musikalischer Form. Mit dem Einstieg „For Broken Words" geben DARK TRANQUILLITY den Fans Zeit, sich gemütlich zurückzulehnen und gemächlich auf die folgenden knapp 42 Minuten einzustimmen. Entsprechend der Thematik ist das Stück spröde und reizarm, am Anfang der Platte genau richtig aufgehoben. Die pulsierende Schlichtheit nimmt nach und nach Intensität an, ohne zu eskalieren.
The Seed – Pull The Trigger… And Bite This Bullet
Vor drei Jahren erreichte uns Post aus Spanien. Damals zeigten THE SEED sich als hart thrashende Südland-Truppe, die mit ihrem Debüt einerseits den Old-Schoolern der Bay Area Tribut zollen, uns andererseits in modernem Sound ihre eigenen Granaten vor die Füße werfen wollten. Nach einiger Live-Erfahrung der letzten Jahre knallen sie uns nun ihr neues Werk um die Ohren.
A Pale Horse Named Death - Lay My Soul To Waste Tipp
Wer beim Thema Schwarzrock aufgepasst hast, der wird TYPE O NEGATIVE schon mal gehört haben. Der ehemalige Drummer, Sal Abruscato (ebenfalls LIFE OF AGONY), ist der Gründer von A PALE HORSE NAMED DEATH. Aber auch ohne diesen famosen Initiator hat die Qualität der Band die enorme Aufmerksamkeit auf jeden Fall verdient. Es erwarten euch Klänge wie bei MARILYN MANSON in seinen besten Zeiten, noch dazu sehr düster doomige Einflüsse, dominanter Bass, tanzbare Passagen und alles auf Basis des Gothic Rock! Und bereits nach wenigen Durchläufen steht fest, dass man den schleppenden trägen Sound mit dem melodischen tiefen Gesang einfach lieben muss. Wahre Songkolosse türmen die Amerikaner auf, stetig und langsam, nur keine Hektik. Der Gesang klingt eindringlich und wirklich nicht wie Beiwerk, sondern ein vollwertiges druckvolles Instrument.
Eldkraft - Shaman
Label: Metal Blade Records
ELDKRAFT zeigen mit ihrem Bandnamen, dem Albumtitel „Shaman" und dem Cover schon deutlich, wohin ihre Reise gehen soll. Angesprochen fühlen dürfen sich Freunde von Black Metal und Pagan Metal in gediegener statt brutaler Form. Anfangs noch etwas sperrig, überzeugen der pulsierende Sound und der bombastische Gesang dann doch nach wenigen Durchläufen. Gesungen wird komplett Schwedisch, aber mangelnde Sprachkenntnisse schmälern das Hörvergnügen keinesfalls.
Dew-Scented - Insurgent
Deutsches Thrashurgestein, alle Albumtitel beginnend mit „I"? Richtig, DEW-SCENTED! Diesmal mit einer besonderen Mischung, nämlich drei neue Stücke, einige Liveaufnahmen von Bonussongs des 2010er Werkes „Invocation" sowie des 2011er Werkes „Icarus" und einige Coverversionen von INCUBUS, PRONG, INSIDE OUT, WASTED YOUTH, JUDGE, POWERMAD und GENOCIDE SUPERSTARS. Fans der Band dürften schon mal aufhorchen und mit 19 Songs für kleines Geld darf man sich über massig Playerfutter freuen!
Contrast - Charybdis
Feingefühl und Timing gehört jetzt nicht gerade zu den offensichtlichen Stärken von CONTRAST. Nach einem fast zaghaften Klavierintro (aus der Dose) donnert die Musik so rasend schnell ohne Vorwarnung aus den Boxen, dass man sich auch nach mehreren Durchläufen (und somit entsprechender Vorwarnung) erschreckt. Der überfallartige Bruch mit keifendem und gutturalem Gesang im Duett ist mir etwas zu hart.
Defy Your Dreams - Curtains (EP)
DEFY YOUR DREAMS wollen auf der selbstproduzierten EP „Curtains" ihren Post-Hardcore an den Mann bringen. Lobenswert, aber bei weitem nicht ausgereift. Ich will der Band nicht die holprige Produktion vorwerfen, sondern den grunzenden „Gesang", der einfach noch nicht gut (bis richtig mies) klingt. Wenn sich DEFY YOUR DREAMS auf Kreischgesang beschränken, geht das allerdings vollkommen in Ordnung, ebenso wie der Klargesang und die Gangshouts.
Starkill - Fires Of Life Tipp
STARKILL aus Chicago scheuen sich auf ihrem Debüt „Fires Of Life" überhaupt nicht, ihre Einflüsse zu zeigen. Die liegen ganz klar zum größten Teil bei DIMMU BORGIR und DRAGONFORCE, traumhafte Kombination! Ebenso wie die Letztgenannten rasen STARKILL mit einem Affenzahn durch die Songs, dass einem als Hörer vor lauter pfeilschnellen Gitarrenmelodien und High Speed Drums ganz schwindelig wird.
Holmes – Burning Bridges
Label: Black Star Foundation
„Americana“ ist zwar eine recht abgegriffene Genre-Bezeichnung, aber wenn es der "Rolling Stone" in den Ring wirft, kann man das ruhig mal aufgreifen: „Scandinavian Americana“ machen HOLMES demnach nämlich, und angesichts der Tatsache, dass die Band aus Schweden stammt, dabei aber selten so klingt, stimmt das. Was das musikalisch bedeutet, weiß man deshalb aber längst noch nicht.
Dragged Into Sunlight – Widowmaker
Auf ihrem Debütalbum „Hatred For Mankind“ erwartete den Hörer eine urböse Mischung aus Death-, Black- und Doommetal. Das mag einen dazu verführen, eine ähnliche Richtung auf dem neuen Werk zu erwarten. Aber weitgefehlt, denn DRAGGED INTO SUNLIGHT scheinen frei nach dem Motto „Erwarte das Unerwartete“ zu arbeiten.
Tervingi – Gotensaga
„Waldleute" sind seit zwei Jahren die Tübinger von TERVINGI. Hier sind nicht nur Neulinge am Werk, denn der Gründer war schon Gitarrist bei den Karlsruhern LYFTHRASYR und der Drummer war schon unter anderem bei BELPHEGOR tätig. Dies hört man dem Debüt auch an, sowie ein ordentlicher Sound, der im bekannten Finnvox Studio gemastert wurde.
Lisa Germano – No Elephants
„My communication with myself, the earth and its beings is getting weirder every day."
Im Kopf von LISA GERMANO geht es verrückt zu, und dies hat sie vertont auf ihrem neuen Lieder-Album. Seit über fünfundzwanzig Jahren ist die Künstlerin musikalisch erfolgreich in der Welt unterwegs – ob solistisch oder als Musikerin mit Pop-Größen wie U2, IGGY POP oder DAVID BOWIE. Nun präsentiert sie uns ihr neues Werk, das die Verrücktheit der Welt in ihrem Kopf abbildet und in Musik verwandelt wurde. Lifeless - Godconstruct
Na, das lässt doch mal aufhorchen. LIFELESS aus Nordrhein-Westfalen zelebrieren auf den ersten Lauscher klassischen Death Metal. Doch schon nach dem zweiten Durchlauf entpuppt sich etwas gar Wunderbares, was vor allem auch nicht Eingeweihten gefallen könnte.
No Joy - Wait To Pleasure
Viele dürften die Kanadierinnen NO JOY noch nicht kennen. Lange ist das Duo ja auch noch nicht im Geschäft. Fakt ist, dass sich über diese Band niemand so richtig einig ist. Das fängt allein bei der Genre-Bezeichnung an – von Doomgazer bis Pop über Independent liest man alles über die Kategorisierung.
Lifeforms - Multidimensional
Freunde von mir machen sich immer lustig darüber, wenn mal wieder neue Genre-Namen ihr "Unwesen treiben" und die Szene immer noch weiter aufgespalten wird. „Djent" ist mit Sicherheit eines dieser Wörter, das den Jungs ein Lachen abringen könnte, aber wer sich damit befasst, hat vermutlich ziemlich schnell ein passendes Bild vor Augen.
SuiCidE – Near Death Experience
Vierzehn Jahre ist es her, dass sich in Österreich ein paar Burschen zusammenschlossen, um mit deftiger Musik die Welt zu erfreuen. Sechs Jahre ist es her, dass die letzte Scheibe die Öffentlichkeit kennenlernte. Seither hat sich viel getan. Vermutlich ist eine der größeren Wendungen, dass SUICIDE ihren Weg seit einiger Zeit ohne Keyboarder gehen und sich dementsprechend in ruppigeren Soundlandschaften wiederfinden.
Bleed The Man - Ashes From The Past
Modern Metal steht auf der Speisekarte der Spanier von BLEED THE MAN. Mit ihrem neuen Album, welches über Coroner Records erschien, kommen all diejenigen auf ihre Kosten, die sich diesem Subgenre verbunden fühlen und es hinnehmen können, dass nicht alles Gold gleich glänzt.
Highlord - The Warning After
Was HIGHLORD hier mit ihrem aktuellen Album "The Warning After" präsentieren, kann man durchaus als amtlichen Heavy/Speed Metal mit eindeutig südländischer Prägung bezeichnen. Kein Wunder, stammen die Herren doch aus Italien, und so fühlt man sich als Hörer - zumindest was die Gesangsmelodien angeht - ein wenig an Bands der Marke DARK MOOR erinnert.
The Haverbrook Disaster - Weather The World
THE HAVERBROOK DISASTER gehen in die nächste Runde. Nach ihrer Split mit DEMORALISER legen sie jetzt ihr zweites Full Length vor und festigen damit weiterhin ihren Ruf als deutsche Variante von COMEBACK KID und EVERGREEN TERRACE.
Diary About My Nightmares – The Mean Hour
In Braunschweig spielt man Death Metal und das schon seit zwölf Jahren. Insofern ist die Bande um Frontfrau Antonie Mrusek geübt und haut uns ihren dritten Output um die Ohren. Auch wenn die Truppe bisher noch nicht über ihren Untergrundstatus hinausgekommen ist, hört man ein eingespieltes Team, das sich vor Genre-Größen nicht zu verstecken braucht.
Entrails - Raging Death
ASPHYX schwingen den „Deathhammer" und ENTRAILS drohen mit einem Song names „Bloodhammer". Es bestehen keine Zweifel daran, dass die Schweden uns mit ihrer neuen Platte "echten" Death Metal servieren möchten. Cover, Songtitel und Lyrics sind lupenrein old school und hätten auch locker vor einigen Jahren erscheinen können. ENTRAILS schlossen sich schon in den Neunzigern zusammen und trennten sich, bevor ein Demo oder eine EP zustande kamen. Erst 2008 kam es zur ersten Platte und nun drücken die Vier bereits mit Album Nummer Drei nach.
Seite 1 von 245
|
Empfehlungen der RedaktionPromoFolgt uns bei Facebook und Google+ |