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Deftones - Diamond Eyes

Beitrag bewerten: 3 Votes | Ø 5.00

CD Review

Geschrieben von: Arne   
Donnerstag, den 06. Mai 2010 um 11:26 Uhr

Deftones-Diamond-Eyes

Stil (Spielzeit): Alternative-Metal (41:23)
Label/Vertrieb (VÖ): Warner (30.04.10)
Bewertung: 8/10

Link:  www.deftones.com                    http://www.myspace.com/deftones

Ich muss zu meiner eigenen Schande gestehen, dass ich dachte, die DEFTONES wären Geschichte. Das letzte Album „Saturday Night Wrist" hat mittlerweile vier Jahre auf dem Buckel und ist eher schlecht als recht angekommen. Auf dem Album machte sich fast schon Mittelmäßigkeit breit, die man so von den Jungs nicht gewohnt war. Bühnenabstinenz. Und dann noch der traurige Unfall des Bassers Chi, der seitdem sein Bewusstsein nicht wieder erlangt hat, gaben sowohl den Gerüchten einer eventuellen Trennung als auch meinem Glauben an das Ende der Band den Rest.

Aber es hat sich einiges getan. Bei Chi. Bei der Musik. Chi hat sich vor einigen Monaten das erste mal selbstständig bewegt. Und auch die DEFTONES bewegen sich endlich wieder zu alten Stärken zurück. Natürlich erfindet sich das Quintett aus Sacramento nicht neu, aber das erwartet man ja auch irgendwie gar nicht, aber hier wird wieder mal ein Album vorgelegt, das mehr als nur polarisieren wird und gleichzeitig Fans der "White Pony"-Zeit mehr als gefallen dürfte.
Bei den ersten Hördurchgängen erscheinen einem die Stücke noch sehr komplex, kompliziert und unzugänglich, erst nach mehreren Durchgängen bekommt man immer mehr Zugang zu den Songs. Man hört dann dem Album mehr Verzweiflung als Aggressionen an. Sänger Chino selbst hat in einem Interview das neue Album einfach nur als "schön" bezeichnet... klingt komisch als Beschreibung für eine Metalscheibe, aber ist dennoch irgendwie zutreffend. Wie jedes DEFTONES Album, lebt auch dieses von seiner Atmosphäre. Düster, melancholisch und dennoch Hoffnung ausstrahlende, verzweifelte Songs entstehen Dank der druckvollen, oft auch monoton getragenen Gitarrenwände, die sich mit dem Drumgewitter auf jeder Geschwindigkeitsebene paaren und zu jederzeit zeigen, wo es lang geht. Hinzu kommt Chinos unverwechselbares Wechselspiel zwischen laut und leise, beklemmendem, melancholischem, fast schon weinendem oder auch schreiendem Gesang. Auch wenn es mir schwer fällt, auf bestimmte Anspieltipps zu verweisen, würde ich den Opener "Diamond Eyes", "You've Seen The Butcher", das fast schon balladeske "Sextape" und "Risk" wählen.

Mit „Diamond Eyes" geben die DEFTONES mehr als ein Lebenszeichen von sich. Sie sind zurück. Ihr Fortschritt besteht im Rückschritt zu alten Stärken. Wenn man bedenkt, was die Jungs für eine schwere Last auf ihren Schultern zu tragen haben, legen sie hier eine mehr als beachtliche Leistung ab. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass auch Chi wieder ein Lebenszeichen von sich gibt...

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Kommentare (2)add comment

Günz:

Günz
Word!
Da kann ich Dir nur 100&#xig; zustimmen! Die Scheibe ist mal wieder ein richtiger Burner geworden und ganz besonders der Titeltrack hat es in sich - der ist tatsächlich kaum treffender zu beschreiben als mit "schön"...
 
06. Mai 2010
Stimmen: +1

Till:

0
WORD WORD
Jap, insbesondere der Opener hat's mir gegeben. Wunderschön, am Rande zum Kitsch aber immer noch nicht überhört. Auch der Rest ist absolut hochwertig. All Killer, No Filler! ;)
 
05. Juni 2010 | url
Stimmen: +1

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