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Artikel - CD Review Archiv The Man-Eating Tree - Vine

The Man-Eating Tree - Vine

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CD Review

Geschrieben von: Kai   
Donnerstag, den 30. September 2010 um 20:13 Uhr


Stil (Spielzeit)
: Rock, Metal, Goth, Prog (50:19)
Label/Vertrieb (VÖ): Century Media / EMI (24.09.10)
Bewertung: 4/10
Link: MySpace

Vielleicht beweise ich hier mal wieder Ignoranz, aber diese Düster-Prog-Rock-Mischung langweilt mich einfach. Vor allem der Gesang, der vermutlich viele andere Kritiker auf seine Seite schlägt, macht mir so ziemlich alle Songs kaputt. Sorry, aber der Menschenfresser-Baum (vielleicht eine Nurne?) und ich werden wohl niemals zusammen im selben botanischen Garten rumhängen.

Wo wir grade bei „hängen" sind... braucht noch jemand einen Soundtrack für die Depression? Die Skandinavier (mit Musikern von SENTENCED!) sind schon ziemlich traurig und teilweise eben damit auch sehr langsam – ich denke da an HIM auf Downern oder COHEED AND CAMBRIA nach einem Schlaganfall. Ok, der Vergleich war blöd – aber irgendwie fallen mir hier trotzdem CAC ein. Vielleicht wegen der stets vorhandenen Prog-Note (wobei, wirklich progressiv berauschend ist in der Tat auch etwas ganz anderes...). Und so fällt auch die unfassbar überflüssige Cover-Version von „Nights In White Satin" (ja, genau das Lied mit den zwei Akkorden) gar nicht weiter auf, bzw. überrascht nicht wirklich – damit konnte man ja schon beinahe rechnen.

Das Debüt ist in guten Sound gehüllt worden (außer dass diese langweilige Stimme viel zu stark im Vordergrund steht) und ich bin mir gar nicht so sicher, ob ich das hier Metal nennen möchte, oder doch lieber bei Rock mit Metal/Goth- und Proganteilen bleiben möchte. Die Songs sind in den Strophen meist eher ruhig (bis auf den Gesang ist das dann aber eigentlich sogar ziemlich cool!) und mit viel Atmosphäre gesegnet. Dann kommen gerne ein paar markante Riffs und ein "astreiner Refrain" dazu, der allerdings nicht wirklich Leute aus dem Hocker reißen kann – zumindest gilt das so für mich.

Ich mochte SENTENCED ja sehr, und melancholischer Rock mit viel Atmosphäre und dem Blick über den Tellerrand ist auch eine gute Kombination, aber THE MAN-EATING TREE ist mir leider durch den Gesang viel, viel zu lahm ausgefallen. Schade, aber nicht meins.
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Kommentare (6)add comment

chris:

chris
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Puh, ja, als alter Sentenced-Fan muss auch ich sagen: Das braucht sicher so ein paar Runden... und ich bin gerade bei der allerersten. Der Gesang stößt auch mir auf. Aber mal sehen, was noch passiert.
 
30. September 2010
Stimmen: +0

Fabien:

Fabien
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Vielen Dank für die Nurne, Kai! Ich liebe solche Insider :D
 
30. September 2010
Stimmen: +0

dirk-bengt:

dirk-bengt
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Ihr Ignoranten!!! :-)
Muß Goth denn immer gegrowlt sein, wenn die Mucke nicht so tuntig / pupertär ist wie HIM oder 69 Eyes? Tuominens Gesang muss man nicht mögen, klar. Aber für mein Ohr wuchtet der allein MET aus der Durchschnittlichkeit des Goth Rock / Metals... Ein paar Death Doom Riffs mehr hätte das Ganze schon vertragen.
Wenn ich mir die Scheibe kaufe (bin noch nicht sicher) dann wegen des Gesangs...
 
01. Oktober 2010
Stimmen: +0

Flo:

Flo
...
Da sieht man mal wieder, dass kontrovers diskutierte, schlechte Noten bessere Werbung sind, als 6 oder 7 Punkte. Hätte mir das sonst nicht angehört. Aber ich muss sagen, ich bin auch ein alter Sentenced Fan und der Gesang ist erstmal etwas anders. Aber ich kann mir die CD so jetzt im Herbst vor Ofen und dazu einen Whisky gut vorstellen...
 
01. Oktober 2010
Stimmen: +0

chris:

chris
wird immer besser
Die Scheibe ist ein Grower. Hat man sich erstmal an den etwas tantigen Gesangstil (das leichte Quäken und Vibrato) gewöhnt, macht das Album wirklich Spaß - ist einfach mal ein wenig anders. "King Of July" ist mein Favorit. 4 Punkte sind definitiv unterbewertet, ich würde nach nun mehrfachem Hören 6 bis 7 geben. ... und das hier geschmähte "Nights In White Satin" ist eins der besten Cover, das ich bis dato gehört habe - echt jetzt, ich mag die Gitarrenline :-)
 
03. Oktober 2010
Stimmen: +0

kai:

kai
...
Wäre die Stimme nicht so gewollt proggig, hätte ich mich auch drauf einlassen können. So aber habe ich mich durch die langweiligen Gesangslinien quälen müssen. Mehr als 5 Punkte sehe ich da beim besten Willen und mit zugedrückten Augen nicht.
 
03. Oktober 2010
Stimmen: +0

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