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Artikel - CD Review Archiv Goregast – Desechos Humanos

Goregast – Desechos Humanos

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CD Review

Geschrieben von: Manuel   
Freitag, den 23. Dezember 2011 um 23:05 Uhr
Goregast Desechos Humanos

Stil (Spielzeit): Death Metal/Grindcore (29:24)
Label/Vertrieb (VÖ): F.D.A. Rekotz/Twilight (09.11.11)
Bewertung: 8,5/10
http://goregast.jimdo.com
http://www.myspace.com/goregast

Willkommen, seien Sie Gast im Gore. Lecker wird es hier für Gemüter, die gerne ihre Ohren ausbluten lassen. Wer die Truppe nicht kennt, sollte sich vom Albumtitel nicht ins Bockshorn jagen lassen, denn die Prügelbande kommt aus deutschen Landen. Nun haben die Jungs also menschlichen Abfall auf eine Scheibe gepresst, die ihr drittes Werk darstellt.

Oha, welche Verzerrung! Als ob die Gitarren langsam in ein Säurebad getaucht wurden zerfetzen sie schon zu Beginn die ersten Nervenstränge. Der eröffnende Titeltrack ist das längste Stückchen Grind-Death dieser Scheibe, was jedoch an einem ausführlichen Intro liegt, das gut auf das folgende Geholze einstimmt. Manch flotter, kurzer Rübenhäcksler dreht den Schädel durch groovende Todesriffs, die mit einer punkigen Attitüde die Eingeweide ordentlich durchwirbeln.
Auch wenn's bei Grindern immer ein bisschen wilder zugeht, so verschwimmt doch manchmal leider ein kleines Riff im Klanggewitter, was aber dem gesamten Schlachtfest nicht wirklich abträglich ist. Die in diesem Genre doch eher ungewöhnliche Sprache – wobei neben Spanisch vier Lieder auch in Englisch geschrieen werden – bringt irgendwie noch einen exotischen, urigen Touch hinein.

Je öfter die Platte rotiert, desto öfter hat man Spaß daran. Von alter Schule inspiriert schießen die Berliner hier dreckigen Deathgrind aus der Hüfte, als ob es nichts Besonderes wäre. Dabei basteln sie nette Hooks in die Songs, walzen schwungvoll durch den Gehörgang, zerschreddern im Höchsttempo ihr Instrumentarium und beweisen sogar Humor. Einerseits kann man in „Corta la Coleta" schnell das eingängige „hijo de puta" mitgrölen (die Übersetzung darf jeder selbst herausfinden), andererseits endet „The Boozer" mit lustigen Lauten, die passieren, wenn einem die Luft ausgeht.
Kurzweilig ist diese – leider recht kurze – Platte, da die Burschen es verstehen, eine brutale Eingängigkeit zu kreieren, die genügend Abwechslung in den Songs hat, um toll zu unterhalten und trotzdem eine Hau-Drauf-Orgie par excellence ist.
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