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Artikel - CD Review Archiv Eternal Tango - First Round At The Sissy Café

Eternal Tango - First Round At The Sissy Café

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CD Review

Geschrieben von: Kai   
Donnerstag, den 03. April 2008 um 01:55 Uhr


Stil (Spielzeit): Emo / Core / Punk (39:51)
Label/Vertrieb (VÖ): Al-Piper / Rough Trade (23.11.07)
Bewertung: 7 / 10
Link: http://www.myspace.com/eternaltangoband

ETERNAL TANGO habe ich vor ein oder zwei Jahren mal auf der Taste Of Chaos-Tour gesehen, als sie während der Umbaupause der Genregrößen auftreten durften (auf ca. fünf Quadratmeter Platz!) und damals haben sie mir eigentlich ziemlich gut gefallen.
Und so wundert es mich nicht, dass mir das Debüt-Album der fünf Luxemburger (nach einer Split mit SPYGLASS 2004)  nun auch ziemlich gut rein läuft. Zwar ist es nicht ganz so außergewöhnlich, wie ich sie vom Konzert her in Erinnerung hatte, aber trotzdem recht gelungen. Das seit 2002 bestehende Quintett siedelt sich so ziemlich in allen Bereichen an, bei denen man „-Core“ und Punk mit Melodie verbinden kann. Auf den ersten Blick wirken die neun Songs (plus Intro und Hidden Track) wie typischer Screamo, bis dem Hörer dann auffällt, dass eigentlich nur sehr selten geschrieen wird und dass auch nur, wenn mal ein kleines Metalriff um die Ecke schielt. Das kommt zwar durchaus vor, wird aber nicht sonderlich oft genutzt und bleibt so eher ein Hingucker, anstatt zum Standart zu werden.
Die Stimme erinnert mich irgendwie an Claudio Sanchez von COHEED AND CAMBRIA nach dem Stimmbruch. Ab und zu winselt er schon ein wenig (schief) und klingt wie auf Entzugserscheinungen, aber im Großen und Ganzen (und vor allem im Lichte des Emo-Genres gesehen) geht das schon ziemlich in Ordnung – vor allem weil hier nicht auf Teufel komm raus geschrieen wird oder diese typischen Duell-Vocals genutzt werden.
Die Songs weisen (vor allem am Anfang) eine ordentliche Vielfalt aus den gängigen Untersparten auf und wissen zu gefallen. Nur auf Dauer werden sie dann leider auch eintöniger und es fällt schwerer, die einzelnen Stücke auseinander zu halten. Da hätten sie sich ruhig etwas mehr trauen dürfen. Aber ansonsten ist der Ansatz schon mal ziemlich gut, die Produktion klasse und die Band braucht sich nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken – sie werden zwar vermutlich nicht zu neuen Aushängeschildern des Genres, schwimmen aber ganz gut mit und lassen eine Menge gesichtslose Klone hinter sich zurück. Wenn die Songs jetzt noch etwas ausgefallener werden und die Band nicht in die Standart-Fallen tappt, kann da noch einiges kommen.
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