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Artikel - CD Archiv Slayer - Christ Illusion

Slayer - Christ Illusion

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CD-Review

Geschrieben von: chris   
Sonntag, den 13. August 2006 um 14:24 Uhr
Slayer - Christ Illusion

Stil (Spielzeit): Thrash Metal (38:31)
Label/Vertrieb (VÖ): Warner Music (04.08.06)
Bewertung: 9/10
www.slayer.net

SLAYER sind SLAYER sind SLAYER sind SLAYER... - diese Band klang in meinen Augen immer nach sich selbst, und nur nach sich selbst. Auf dem heiß ersehnten „Christ Illusion" ist das keinen Deut anders, nur dass die Jungs ihr Brett wieder so dermaßen tight und schnell aus den Instrumenten prügeln, dass jedem Oldschool-Fan Freudentränen in die Auge schießen müssen.

Songs wie „Skeleton Christ" nehmen die Energie und Riff-Wucht des Vorgängers „God Hates Us All" auf, Titel wie „Catalyst" bolzen mit schön höhenakzentuiert-räudigen Gitarren-Läufen und Speed-Geknüppel schlichtweg sämtliche Falten aus Euren Lausprechermembranen. Nicht zu vergessen die Höllen-Grooves, welche zwischenzeitlich immer wieder für etwas Mäßigung sorgen, ohne den Songs ihre Bissigkeit zu nehmen oder gar neue (in meinen Augen schon immer völlig unberechtigte) Nu-Metal-Vorwürfe zu provozieren. 
Textlich regiert einmal mehr der kritische Blick auf Krieg und Religion, was bereits durch das eindrucksvolle Cover verdeutlicht wird, das einen Jesus mit abgetrennten Armen in einem Meer aus Blut zeigt. Verantwortlich für diese visuelle Umsetzung der bedenkenswerten Texte (wenn man sich die Lyrics zu „Skeleton Christ" oder „Cult" durchliest, kann man sich nur erneut wundern, dass Araya eigenen Angaben gemäß an einen alle Menschen liebenden Gott glaubt) ist erneut Larry Carroll, der bereits zu „Reign In Blood", „South Of Heaven" und „Seasons In The Abyss" das Artwork beisteuerte. Somit befindet sich „Christ Illusion" nicht nur musikalisch und inhaltlich in nächster Nähe zu alten Tagen, sondern auch in optischer Hinsicht sowie besetzungstechnisch. 
Dass nämlich Dave Lombardo das erste Mal seit „Seasons In The Abyss" wieder hinter dem Schlagzeug Platz genommen hat, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Der Mann steht bekanntlich für feinstes Kessel-Gelöte, das für den einen oder anderen Fan auf den letzten Veröffentlichungen zu kurz gekommen sein mag. Heuer gibt's in dieser Hinsicht nichts mehr zu meckern: Man höre sich nur den Endpart des göttlichen „Jihad" an - phantastisch, was da aus den Fellen gedroschen wird, klanggewaltig und dennoch perfekt akzentuiert. 

„Ein gelungener Mix aus schneller, brutaler Musik und etwas langsameren Stücken, ziemlich intensiv. Hört sich an wie ein verdammtes SLAYER-Album", so Kerry King zum neuen Hassbatzen. Ja zur Hölle, eine pahntastische Scheibe!

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