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Artikel - CD Review Archiv White Cowbell Oklahoma - Bombardero

White Cowbell Oklahoma - Bombardero

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CD Review

Geschrieben von: Thorsten   
Sonntag, den 12. Juli 2009 um 23:09 Uhr
whitecowbelloklahoma_bombardero

Stil (Spielzeit): 60er und 70er Rock(41:08)
Label/Vertrieb (VÖ): In Deutschland über JustForKicks (29.05.2009)
Bewertung: 8,5/10
Links: www.whitecowbell.com
www.myspace.com/whitecowbelloklahoma

Oh Kanada...da hat uns das Land von Elchen und Ahorn mal wieder etwas eingebrockt. Auf ihrem dritten Album haben sich WHITE COWBELL OKLAHOMA, die vielleicht nördlichste Southern Rock Band der Welt von den staubtrockenen Klängen etwas abgewandt und orientiert sich jetzt an den frühen Brachial-Rockern der 60er und 70er wie HAWKWIND und BLACK SABBATH...und nicht zuletzt auch an HENDRIX, HENDRIX und noch mal HENDRIX.

Und das Sextett aus dem hohen Norden rockt und zwar so was von. Dabei fällt der Einstieg mit dem ersten Ausschnitt des dreiteiligen Titelstück „Bombadero I" noch recht schwer, denn bei dem als reines Intro konzipierten Track denkt man zuerst an eine Art Stoner-Prog. Aber schon beim richtigen Opener „Key To The Universe" bei dem, inklusive einer kleinen QUEEN Hommage und diversen JIMMY HENDRIX Anleihen, jedes Bein zucken sollte.
Aber die Herren aus Toronto können auch anders. Von schnellen Riffs mit fast schon Stoner-artigen Wucht wie bei „Piece Of The Action" über ruhige Töne, die in eine sphärische, fast proggige Bridge übergehen wie bei „Bombadero II" und auch die 50er Jahre lassen sich noch im Sound ein fügen, wie „This Cracker" beweist.
Mit knapp fünf Minuten ist die Southern Rock Granate „Buried In The Desert" einer der absoluten Höhepunkte des Albums. Der in meinen Augen schwächste „Ground Down" ist zumindest immer noch gut, kann aber das Niveau des restlichen Albums nicht halten.
Das EDGAR WINTER Cover „Frankenstein" gehört zwar nicht zu den absolut essentiellen Stücken des Albums, zeigt aber zumindest die technischen Fähigkeiten von WHITE COWBELL OKLAHOMA. Am Schluss wird es dann doch noch mal staubtrocken. „Happy Ending" weckt bei mir irgendwie ZZ Top Assoziationen, obwohl der Sound eigentlich deutlich anders ist.

„Bombardero" ist kein Hitalbum im eigentlichen Sinn, dafür ist es allein schon zu abgedreht und sperrig. Trotzdem hat mich lange kein Album mehr so vom Fleck weg überzeugt. Da werde ich wohl die Discographie sehr bald komplettieren müssen. Anspruchsvollere (Hard) Rockhörer sollten sich mal einige Hörproben genehmigen und dann kann am Kauf eigentlich kein Weg mehr vorbei führen.

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