News | CD-Reviews | CD-Tipps | DVD-Reviews | Interviews | Konzertberichte | Buchkritiken

Partner

BYE präsentiert

Betontod Tour 2012Betontod Tour 2012

Unsere Richterskala

wertung
Artikel - CD Archiv Lita Ford - Wicked Wonderland

Lita Ford - Wicked Wonderland

Beitrag bewerten: 0 Votes | Ø 0

CD-Review

Geschrieben von: Chrischi   
Montag, den 07. Dezember 2009 um 21:55 Uhr


Stil (Spielzeit): Modern/Industrial/New Metal (65:25)
Label/Vertrieb (VÖ): ear Music/edel (30.10.09)
Bewertung: 3,5/10
Link: http://www.litaxx.tv

Selten hat mich ein CD-Beipackzettel so schamlos angelogen: "Das Album mit dem klangvollen Namen 'Wicked Wonderland' enthält, was man bei Lita Fords ehemaliger Band The Runaways immer vermisst hat: Hardrock der alten Schule in Verbindung mit starken Metaleinflüssen." Im Text taucht noch mehrmals der Begriff Hardrock auf, beim Hören der ersten LITA FORD-Scheibe seit 14 Jahren frage allerdings nicht nur ich mich: Wo verdammt noch mal hat der sich versteckt?

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich bin kein LITA FORD-Fan, um genau zu sein, ist "Wicked Wonderland" von ein paar alten Hörproben abgesehen das erste, was ich von der britischen Sängerin mitbekomme. Wahrscheinlich wird es auch das letzte sein, denn "Wicked Wonderland" bietet geschlagene 65 Minuten lang irgendeine krude Industrial/New Metal-Mischung, die mit gutem Hardrock in den seltensten Fällen auch nur ansatzweise etwas zu tun hat. Viel mehr muss man sich durch dröge, bemüht metallisch-düster klingende Nummern wie "Inside", "Crave", "Wicked Wonderland" oder "Indulge" (grauenhaft) quälen. Die sind samt und sonders so dermaßen mit schlechten Effekten vollgestopft, dass man hinterher nicht mehr weiß, wo vorne und hinten ist. Was sich Lita Ford, Jim Gilette (wieso darf der überhaupt mitsingen? Nur weil er Litas Mann ist?) und Greg Hampton bei diesem Schund gedacht haben, wird wohl nur das Trio selbst wissen. "Sacred" und "Love" sind immerhin stellenweise okay, wenn sie auch absolut nichts mit Hardrock oder einer Rock-Metal-Mixtur zu tun haben. Auch in der restlichen Stunde findet sich die ein oder andere passable Passage (wenn man denn überhaupt so lange ausgehalten hat), bei "Wicked Wonderland" aber auch nur von einem annähernd durchschnittlichen oder gar spannenden Album zu reden, käme einer groben Beleidigung aller anderen in diesem Jahr veröffentlichten Scheiben gleich. Immerhin: Wer Interesse an Litas Sexleben hat, darf sich gerne mal die Songtexte zu Gemüte führen.

Bei einem kann man sich immerhin sicher sein: Mit einer solch matschig produzierten Möchtegern-Industrial-Grütze wird LITA FORD keinem, aber auch wirklich keinem Fan einen Gefallen tun. Auf solche "Comebacks" kann man gut und gerne verzichten...

    Share
Kommentare (3)add comment

Dirk:

Dirk
...
Da warst du aber mit deiner Bewertung noch relativ gnädig, Chrischi. smilies/wink.gif
Ich hätte ihr maximal eine 1 verpasst, aber nur weil sie sich zwei Stunden Zeit fürs komponieren und aufnehmen genommen hat.
 
08. Dezember 2009
Stimmen: +0

Thorsten:

Thorsten
...
Nach dem zahnlosen Auftritt in Schweden hätte es mich auch schwer gewundert, wenn da ein starkes Album gekommen wäre. Wirkt für mich alles nicht wie ein Comeback aus Überzeugung.
 
08. Dezember 2009
Stimmen: +0

Dirk:

Dirk
...
Tja, Langeweile oder keine Kohle mehr, ein anderer Grund fällt mir auch nicht ein. In Monza beim Gods Of Metal Festival fand ich sie allerdings richtig gut und hoch motiviert, und ich hab mir ehrlich gesagt von "Wicked Wonderland" daraufhin schon wesentlich mehr erhofft. Also bleibt es bei der guten Lita beim schwelgen in Erinnerungen und auflegen der alten Scheiben.
 
08. Dezember 2009
Stimmen: +0

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

security image
Bitte hier den Spamschutz-Code aus dem 'Security Image' eintragen:


busy