CD Reviews | CD Tipps | DVD Reviews | Interviews | Konzertberichte | Buchkritiken
Artikel - CD Review Archiv HIM - Screamworks: Love In Theory And Practice, Chapters 1-13

HIM - Screamworks: Love In Theory And Practice, Chapters 1-13

Beitrag bewerten: 1 Votes | Ø 5.00

CD Review

Geschrieben von: Chrischi   
Montag, den 22. Februar 2010 um 23:42 Uhr


Stil (Spielzeit): Dark/Gothic Rock (47:10)
Label/Vertrieb (VÖ): Sire Records/Warner (12.02.10)
Bewertung: 8/10
Link: http://www.heartagram.com

Für ihren neuen Longplayer haben sich HIM mal einen etwas längeren Titel einfallen lassen: „Screamworks: Love In Theory And Practice" heißt das gute Stück, und wer weiß, vielleicht lassen die Finnen ja auch die Kapitel 14 aufwärts folgen, wenn sie irgendwann mal wieder in den Vorbereitungen für das nächste Album stecken. Doch das ist Zukunftsmusik, hier geht es nämlich um den jüngst veröffentlichten Nachfolger von „Venus Doom", und der zählt definitiv zu den besten der Bandgeschichte.

War der Vorgänger mit seiner leicht progressiven, düsteren und schwermütigen Ausrichtung eine Neuanpassung des Stils, präsentiert „Screamworks" die Band wieder so, wie man sie seit Jahren kennt. Ein wenig leichtfüßiger und energetischer als auf den letzten Scheiben klingt der neue Output, und das ist wohl dem Aushängeschild von HIM zu verdanken. Ville Valo ist nach wie vor der optische als auch akustische Fixpunkt der Finnen, und wer noch nie etwas mit dem Gothic Rock von HIM anfangen konnte, wird auch mit dem famosen „Screamworks" nicht zu bekehren sein. Das ist eine Schande, denn niemand versteht es besser als Ville & Co., melodische, melancholische Rockperlen zu schreiben, wie sie auch auf „Screamworks" wieder zuhauf zu finden sind. Nicht ein einziger Ausfall ist zu vermerken, dafür beherrschen eine Instrumentalabteilung mit fett rockenden und sanft gezupften Gitarren, ein pumpender Bass, akzentuierte Keyboards und organische Drums das Geschehen. Darüber thronen die leise geflüsterten, schmachtenden, säuselnden, aber auch überraschend kräftigenden und in einigen Songs an Screams erinnernden Vocals von Ville Valo. Nicht zu vergessen die Ohrwurm-Refrains, die man in den seltensten Fällen jemals wieder aus den Gehörgängen bekommt. Ob „In Venere Veritas", der klar auf den Mainstream gezielte, aber deshalb nicht weniger schlechte Track „Scared To Death", „Heartkiller", „Katherine Wheel", das fantastische „Acoustic Funeral (For Love In Limbo)" oder das überraschende, weil eher untypische „Like St. Valentine" – HIM haben den Hörer fest im Griff, indem sie eine melodische Gothic Rock-Granate nach der anderen abfeuern.

Wer von „Venus Doom" enttäuscht war, sollte nach dem Hören von „Screamworks" in Tränen aufgelöst vor der Musikanlage sitzen. Wer den Vorgänger gut fand, wird den Nachfolger für noch stärker halten. Ergo: Mit „Screamworks" bekommt man die Vollbedienung an HIM-Perlen. Und wer die Band tatsächlich noch nicht kennen sollte (gibt's so jemanden?), der wird nach dem Kauf von „Screamworks" auch ganz schnell den gesamten Backkatalog kaufen und ihn hoch und runter laufen lassen.

Tags:
      Teilen
Kommentare (3)add comment

chris:

chris
...
Die Songs, die ich kenne, gefallen mir bisher auch recht gut. Sieht so aus, als würden HIM sich nicht zum XXXen Mal nur wiederholen.
Anbei, ich weiß endlich, woher mir das Cover Artwork bekannt vorkommt: http://www.burnyourears.de/rev...rfect-cure
 
23. Februar 2010
Stimmen: +0

Chrischi:

Chrischi
...
Ich war schon dabei, nach einem ähnlichen Cover zu googlen :-)
HIM klingen immer nach HIM, aber irgendwie schafft es Valo, dass sich die Songs nicht zu sehr ähneln. Dieses hier kommt übrigens auch ganz ohne eine Ballade wie "Gone With The Sin" aus, was ich sehr begrüße.
 
23. Februar 2010
Stimmen: +0

chris:

chris
...
Ich finde, die Songs klingen etwas moderner wieder. Ich werd mir die Scheibe trotzdem nicht kaufen... für mich bleibt das Debüt unerreicht.
 
23. Februar 2010
Stimmen: +0

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

security image
Bitte hier den Spamschutz-Code aus dem 'Security Image' eintragen:


busy