An Horse - Walls

an_horse

Stil (Spielzeit):
Indie (38:25)
Label/Vertrieb (VÖ): GHvC / Indigo (29.04.11)
Bewertung: 7,5 / 10

Link: MySpace

Wow, da hat sich ja richtig was getan bei den beiden Australiern. Ihr zweites Album ist direkter, angriffslustiger und meiner Meinung nach einfach besser. Alles ,was ich noch etwas vorsichtig beim Debüt („Rearrange Beds") beklatscht habe, gefällt mir jetzt aus nahezu vollem Herzen: Das Duo schreibt treffsicher Indie-Songs, die aus Drums, Gitarre und der charakteristischen Stimme von Kate Cooper bestehen, und landen dabei den ein oder anderen richtigen Treffer.

Interessant übrigens, wie schnell man die Stimme von Kate erkennen kann: da dauert es wirklich nur Bruchstücke von Sekunden, bis man raus hat, wer da singt. Aber eine der Hauptgründe, warum ich diese Songs einfach besser finde, als die ihres Debüts, ist das Schlagzeug. Es bringt sich viel offensiver ein und gestaltet die Songs und ihre Stimmung damit wesentlich mehr als zuvor. Dazu kommt, dass dieses Mal mehr Wert auf eine druckvolle Produktion gelegt wurde, wo dann auch mal mehr zu hören sein darf, als ein Duo live auf die Kette kriegen kann – trotzdem sind diese Zusätze immer noch schön dezent, aber wirkungsvoll.

In diesem aufbereiteten Klangbild gefällt mir diese Stimme, die sich einschmeichelt, aber auch Melancholie verbreitet, noch mal umso mehr. Da können sogar zarte „Ohohos" hängen bleiben und den Hörer zum Mitsingen auffordern. Eventuell merkt man der Band auch einfach nur die Erfahrung an, die sie seit ihrem Debüt gesammelt hat – schließlich ging es für die beiden bereits um die halbe Welt und wieder zurück. Und wie erwähnt, sind die Songs einfach auch direkter und ein wenig aggressiver geworden – sie rocken teilweise richtig. Und mit dieser neuen Attitüde machen sie sich mit mir hier spontan einen neuen Freund. Schöner Schritt nach vorne!

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