Elegy Of Madness - The Bridge Of Sighs



Stil (Spielzeit): Gothic/Dark/Symphonic Metal (51:26)
Label/Vertrieb (VÖ): Sweet Poison/Plastic Head (Mai 2009)
Bewertung: 5,5/10
Link: www.myspace.com/elegyofmadnessband
www.elegyofmadness.it/

Gothic und Prog Metal, in den Bereichen fühlen sich ELEGY OF MADNESS laut Platteninfo zu Hause. Stimmt nicht ganz: Während man das erste Genre noch durchgehen lassen kann, hakt es bei der zweiten Stilbezeichnung, denn wirklich progressiv sind die Italiener nicht (wenn dann doch mal, wird frech bei DREAM THEATER geklaut). Eher schon symphonisch und pseudo-hart, und, man muss es sagen, gar nicht so überzeugend, wie die Mannen und die Frau an den Vocals es gerne hätten.

"The Bridge Of Sighs" ist das erste Album der Combo, die 2006 gegründet wurde. Für die Opern-Vocals ist Sängerin Anja zuständig, die ihren Job zwar nicht schlecht macht, aber über ein zu dünnes Stimmchen verfügt. Aber über den Gesang kann man noch am wenigsten meckern, mehr Grund zur Kritik geben die zahn- und harmlosen Songs und die verwässerte Produktion. Die Backing Vocals von Gitarrist Tony, der sich an Growls versucht, um "The Bridge Of Sighs" mit etwas mehr Härte zu würzen, sind lachhaft schlecht, glücklicherweise aber nicht allzu präsent. Die Keyboards sind ebenfalls ziemlich schlecht ausgefallen und wirken billig. Es gibt aber auch Gutes zu vermelden: Einige Songs und deren Melodien sind wirklich schön, laden zum Träumen ein und klingen recht abwechslungsreich. Das aber eher dann, wenn sich ELEGY OF MADNESS nicht an härteren Nummern wie "Threshold" versuchen – wobei Härte im Kontext dieser Band eh ein irreführender Begriff ist.

Für Gothic- und Symphonic-Alleskäufer könnte "The Bridge Of Sighs" vielleicht einen Probedurchlauf wert sein, anspruchsvoller und weit besser sind aber Truppen wie NIGHTWISH, AMBERIAN DAWN oder (auf der Prog-Seite) DREAM THEATER. ELEGY OF MADNESS haben noch sehr, sehr viel Luft nach oben.



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