Three - Revisions



Stil (Spielzeit):
Prog-Rock-Pop (43:44)
Label/Vertrieb: MetalBlade / Sony (23:10.09)
Bewertung: 4 / 10

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Auch auf die Gefahr, der Prog-Rock-Gemeinde hier negativ aufzufallen: ich finde „Revisions“ langweilig. Zwar muss ich direkt mal sagen, dass ich mich in genau jener Sparte extrem schlecht auskenne, aber irgendwie stelle ich mir da doch etwas anderes vor, als das, was THREE hier anbieten.

Zwar sind die Instrumentalisten durchaus fähig und der Vokalakrobat (der mich sehr an COHEED AND CAMBRIA erinnert) ist auf jeden Fall gut – aber die Songs sind mir einfach zu poppig. Außerdem finde ich die Musik weder im Sound noch in den Strukturen sonderlich progressiv (das instrumentale "Lexicon Of Extremism" mal ausgelassen). Zugegeben, sie haben ihren eigenen Sound und stellen ihre Fähigkeiten nicht unter den Scheffel, aber mir ist das hier alles viel zu nett. Manchmal kommen zwar ganz nette Hooks und Songs zu Stande (wie bei „Rabid Animals“), aber insgesamt klingt das für mich hier wie Popmusik – natürlich technisch einiges versierter, als es im Radio der Fall ist.

Bei „Revisions“ haben die Woodstocker übrigens alte und rare Songs neu aufgenommen und überarbeitet – da die Band bereits seit 2003 existiert ist da dann auch einiges Material verfügbar gewesen. Im Info werden u.a. des Öfteren PORCUPINE TREE und DREAM THEATER genannt, die jetzt mal als grober Wegweiser dienen sollen. Dass es sich hier allerdings um eine sehr poppige Variante handelt, erwähnte ich ja bereits.

Ich mag ja guten Pop ganz gerne und stehe ebenso auf Bands, die über Tellerränder schauen können. Mit diesem Werk werde ich allerdings einfach nicht warm. Die Musik ist mir einfach wesentlich zu sachte und die teilweise ganz netten Hooks eben genau das: nett. Progfans sollten sich allerdings nicht von mir abhalten lassen und mal ein Ohr riskieren. Vielleicht weiß ich hier einfach nur das gebotene nicht zu schätze und gebe daher schläfrige und knappe vier Punkte.

ps
Habe grade festgestellt, dass meine Redaktionskollegen die Vorgängerplatten ziemlich abgefeiert haben. Tja, dann hat die Platte vermutlich einfach den falschen Rezensenten erreicht. Kommt mal vor...