Braindeadz – Born From Damnation

Braindeadz Born From Damnation

Stil (Spielzeit): Thrash Metal (33:44)
Label/Vertrieb (VÖ): STF Records (18.07.11)
Bewertung: 6,5/10

http://www.myspace.com/braindeadz

Mit dem Titel ihrer letzten und ersten vollständigen Scheibe beweist die hessische Thrash-Combo ihren Humor – vor sechs Jahren hieß es „Hang ´Em Highschool". Dieses Jahr nennt sich die Platte thrashiger und trashiger, und musikalisch bleibt es voll und ganz bei ersterem.
Das merkt man schon am „weißen Tod".

Der Opener „White Death" könnte gleich als Reminiszenz an EXODUS gesehen werden. Bratende Gitarren, treibende Drums, der Bass rockt im Hintergrund mit und ruppige Vocals schicken den Hörer sofort ins Höllenfeuer der thrashigen Kopfschüttler. Nach zwei Minuten geht man nahtlos über in den nächsten Haudegen-Song, so dass man kaum einen Unterschied merkt. Plötzlich rutscht der Gesang stellenweise in den Keller und man wird doch wieder aufmerksam.
Doch derer Sperenzchen gibt es nicht allzu viel zu bestaunen. Da bleiben die Thrasher doch bei ihren Leisten und leisten das was sie können – und das gut. Live kommt die Midtempo-Maschine „War, Hate, Greed" bestimmt gut, wenn die Masse wortweise losgrölt. Hier bekommt man eine der ausführlicheren Einzelleistungen geboten, die klassisch schräg auf dem Griffbrett getanzt werden.

Auch wenn zwei der Songs über die Fünf-Minuten-Marke hinauswachsen, so werden doch genügend Grooves, Soli und hübsche Riffs in den Eintopf geworfen, dass das Ohren-Futter schmackhaft bleibt. An dieser Stelle finde ich, es erübrigt sich diverse Tribut-Bands der Thrash-Geschichte aufzuzählen, denn da gibt es einige und an genau diese Tradition knüpfen BRAINDEADZ mit jeder Note an.

Klanglich gefällt die moderne und doch alt-schulische Produktion. Songtechnisch gibt es Holzofenbrot mit Kruste, wie es schon Oma gebacken hat. Das heißt, hier sind keine auffallend besonderen Zutaten reingemischt, alles bleibt wie es ist und wehe, jemand möchte zwischendurch ein Croissant. Liebhabern modern-komplizierter Mucke reicht von dieser Platte vielleicht ein Liedchen aufgrund mangelnder Innovation, Old-Schooler vermissen vielleicht einen richtigen Hit, lassen sich aber gern auf eine gute halbe Stunde Schädelspalterei ein. Denn ordentlich darauf einthrashen können die Mitteldeutschen allemal.

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