Mad Maze – Frames Of Alienation

Mad Maze Frames Of Alienation

Stil (Spielzeit): Thrash Metal (39:00)
Label/Vertrieb (VÖ): Punishment 18/TWS (20.01.12)
Bewertung: 6/10

http://www.madmazethrash.com
http://www.myspace.com/madmazethrash

Zum Teil machen sie schon seit zehn Jahren Mucke, unter anderem in der Todesblei-Kapelle namens UNBIRTH, zum Teil sind sie neu dabei – denn MAD MAZE gibt es so erst seit zwei Jahren. Dementsprechend ist „Frames Of Alienation" auch ihr Erstlingswerk, nachdem vor zwei Jahren eine erste EP in Umlauf gebracht wurde.
Giftig grün und mit Humor versehen springt einem das Cover von Ed Repka ins Gesicht, was darauf hindeutet, dass es sich nicht um verrückte Elektromusik handelt, sondern in diesem Fall um traditionelles Trash-Gebolze.

Sanft bauen sich Melodien der Sechssaiter auf, bis sie zertrümmert werden. Die ersten Riffs zeigen klar den Gehweg an, auf dem man kopfschüttelnd entlang marschieren wird. Was mit Kopfschütteln gemeint ist, dürfte klar sein, denn die treibenden Drums und dicken Riffs, die auch mal von einem schmissigen Chor-Grölen unterbrochen werden, findet man auf ähnliche Weise bei TESTAMENT.
Die Vocals sind allerdings erstaunlich variabel und reichen von rockigem Gesang über klassischem Trash-Geschrei bis zu etwas tieferen Grunzlauten. Auf der anderen Seite werden diese Varianten nur einzeln verstreut eingesetzt, denn die Platte sollte wohl ein reines Bay-Area-Album darstellen, was sie auch tut – auch wenn die Jungs aus Italien kommen.

Nachdem der Titeltrack durchgeprügelt ist, schließt sich in „Cursed Dreams" ein abwechslungsreicher Track an, der ausführlichere Soli präsentiert und zwischendurch auch mal die Lachgaseinspritzung weglässt. Trotzdem muss anschließend in der Mitte des Album ein kurzes Instrumentalstückchen sein, welches hübsch gedudelt vorbeifließt ohne wahnsinnig innovativ zu sein. Überraschend sind dann in den folgenden Songs doch wieder vereinzelte Gurgler, die den ein oder anderen stören könnten wie eine Nelke im Rotkohl. Die spanischen oder auch italienischen Sperenzchen am Ende kommen mir eher wie ein Hidden Track vor, als zum Endsong dazugehörend, sind insgesamt aber auch recht belanglos.
Technisch ohne Probleme und mit melodischer Aggression huldigen die Stiefelbewohner dem Ami-Trash und machen ihre Sache gut. EXODUS oder TESTAMENT müssen jedoch noch keine Angst bekommen, da die Südeuropäer mit dieser klassischen Platte noch nicht so deutlich aus der Masse herausstechen.

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