Exumer – Fire & Damnation

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Stil (Spielzeit): Thrash Metal (43:46)
Label/Vertrieb (VÖ): Metal Blade (06.04.12)
Bewertung: 7,5 /10

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Die deutsche Thrashbande EXUMER gründete sich schon 1984 und löste sich bereits 1989 wieder auf. Bis dahin blöd, aber 2009 wurde die offizielle Wiedervereinigung bekannt gegeben, von daher alles wieder gut. EXUMER spielen derben Thrash und haben sich dieses gewisse Gefühl von „Old School Gebolze" glücklicherweise bewahrt. Eilig haben sie es ja nicht gerade gehabt. Mit einer Zeit von knappen 25 Jahren zwischen dem letzten Album und „Fire & Damnation", müsste zumindest dafür schon mal eine Trophäe drin sein.

Rauher Sound wie direkt aus dem Keller, eine fiese, kratzige Stimme, nonstop Drumprügelei, Tempowechsel bis zum Abwinken, schrammelnde zügige Riffs und hier und da ein kleines Gitarrensolo. Das ist Thrash Metal, so wie er eigentlich gedacht war. EXUMER verteilen ordentlich Prügel, jeder kriegt was ab und jeder einzelne Song ist die Vorlage zum puren Abreagieren. Kein Schnick-Schnack, alles sehr straight auf den Punkt, sehr ursprünglich, garniert mit massig Shouts. Wenn ich es nicht ganz genau wüsste, dann könnte man denken, das Album wäre in den Achtzigern gemacht und erst jetzt veröffentlicht worden, herrlich! Abgerundet wird „Fire & Damnation" durch eine sehr dichtmaschige, polternde Produktion, die optimal zum Sound passt.

Bremse? Langsam? Verschnaufpause? Noch nie was davon gehört! Zumindest gilt das für EXUMER. Die Band zieht über die gesamte Spieldauer von 43:46 Minuten, aufgeteilt auf zehn Studiosongs und drei Liveversionen (limitierte Version), komplett durch und holt die letzten Jahre mühelos wieder auf. EXUMER ist auf jeden Fall quicklebendig in 2012 gelandet, Reanimation gelungen!

Wer auf rasend schnellen Thrash mit eingängigen Hooks steht, der ist hier goldrichtig. Macht wahnsinnig Spaß, sich von diesem Thrash-Tornado die Ohren durchblasen zu lassen. Dass EXUMER auf der neuen CD zwei alte Songs in neuem Gewand veröffentlicht haben ( „Fallen Saint" und „Possessed"), sei ihnen, aufgrund der überragenden Qualität, verziehen. Dieses Comeback in Form einer einzigen Abfahrt ist der Band wirklich sehr gut gelungen.

Anspieltipps: „New Morality" und „Tribal Furies"

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