The Outside - s.t.


theoutside

Stil (Spielzeit): Melodic Thrash Metal (42:03)
Label/Vertrieb (VÖ): Saol / cmm (15.06.12)
Bewertung: 8 / 10


www.the-outside.net

Das Berliner Quartett THE OUTSIDE schmettert uns seinen ersten Longplayer um die Ohren. Die Mitglieder stammen aus Chile, der Türkei und Deutschland und können somit auf verschiedenste musikalische Einflüsse zurückgreifen. THE OUTSIDE haben ein technisch anspruchsvolles und abwechslungsreiches Album zusammen gezimmert. Angereichert mit Progrock, Heavy Metal und Melodic Thrash Metal überzeugen THE OUTSIDE bereits mit ihrem ersten Album durch einen hohen Wiedererkennungswert.

Ohne schnödes Intro geht’s sofort los und „Empire“ legt einen astreinen Senkrechtstart hin. Riffs, die zum Tanzen einladen und fetter Doppelbass. Rolands Gesang ist etwas gewöhnungsbedürftig, fügt sich aber gut in das Arrangement ein. Sobald man seinen Gesang zulässt, kann ich mir auch keinen anderen Sänger für THE OUTSIDE vorstellen, irgendwie passt es doch.
Nach dem fantastischen „Empire“ folgt die erste Ernüchterung. „The Worm“, meiner Meinung nach der schwächste Track des Albums, folgt an nächster Stelle und holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Langsam und zäh nagt sich „The Worm“ seinen Weg.

Ein wenig mehr Dampf gibt dann „Revolt Of Reason“, kann aber nicht an den Senkrechtstart von „The Empire“ anknöpfen und macht es etwas schwierig, das Album wieder auf Touren zu bringen. Technisch spielen die Jungs auf höchstem Niveau – abwechslungsreiche Drums, fette und verspielte Riffs und der satte Sound geben einem den Rest.
„Blood Runs Black“ gibt wieder Vollgas, kräftiger Refrain und verspielte Riffs und der kräftige Bass lassen das Herz wieder tanzen. In ähnlichem Eiltempo wird sich durch die nächsten Tracks gehämmert.

Die beiden Chilenen Sergio an der Gitarre und Alberto am Schlagzeug sind studierte Musiker und spielen ihr Können auf dem Album voll aus. Verspielte Riffs und ausgezeichnete Soli, hier sitzt jeder Ton. Vor allem Rolands kräftig hymnisch gesungene Refrains gehen unter die Haut, seine Stimme hat mächtig Power.
Neben „Empire“ sind auf jeden fall noch „Impurity“ und „The Stench“ absolute Anspieltipps. „Impurity“ prescht in hohem Tempo und mächtig wie eine Lokomotive einfach nur nach vorn.

THE OUTSIDE haben mit ihrem Debüt alles richtig gemacht. Fans von NEVERMORE, MEGADETH oder SANCTUARY sollten hier unbedingt ein Ohr riskieren.

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