Elke - Häuser Stürzen Ein




Stil (Spielzeit): Alternative Rock (42:02)
Label/Vertrieb (VÖ): It Sounds / EMI (04.07.08)
Bewertung: 6,5 / 10
Link: http://www.alleselke.de/
http://www.myspace.com/alleselke
Irgendwie hatte ich mir unter ELKE immer eine ganze Menge mehr an Noise vorgestellt, aber  das hier klingt eher nach Alternative Rock. Aber so schlimm ist das ja gar nicht.
Laut Info haben sich ELKE anscheinend etwas zurück genommen und ihren Noise-Faktor reduziert. Und an manchen Stellen und Riffs kann man sogar erahnen, dass da früher mal etwas mehr in dieser Richtung gewesen sein muss. An einer Stelle musste ich sogar ganz kurz an die QUEENS OF THE STONE AGE denken („Aufstand“). Und obwohl der Vergleich mal so gar nicht passt, erinnern mich viele Songs an die Rock/Funpunk-Newcomer JENSON – nur eben in gut und mit Herzblut.
Aber ELKE stehen dem Bravo-Fun-Punk eigentlich auch gar nicht nahe – eher schon dem Schweinerock und so verwundern auch einige Soli nicht. Ob die einstürzenden Häuser jetzt nun Neubauten sind, kann ich nicht beantworten, aber die richtige Portion Dreck bekommen die Berliner durch die wirklich geile Stimme. Extrem rau bzw. brüchig – man hört ihm dauernd an, wie er an seine Grenzen stößt und die Reibung sorgt für einen richtigen Extra-Kick. Wir reden hier zwar nicht von LEATHERFACE oder HWM, aber trotzdem gefällt mir das sehr gut.
Leider kann die zweite Hälfte des Albums die Spannung des Anfangs nicht ganz halten und vor allem die ziemlich vordergründig wirkenden Texte fangen ein wenig an zu Nerven („Tanz Ab“ z.B.) – deshalb gehe ich auch leider noch ein wenig mit den Punkte nach unten. Außerdem wird das Album auf Gesamtlänge ein wenig eintönig. Ein Song wie „Land In Sicht“ hilft da schon ziemlich, aber leider gibt es von diesen Abweichlern noch zu wenig auf dem Album.
Übrig bleibt also ein Album, welches seine Wurzeln irgendwo im NoiseRock hat, aber mittlerweile dem Schweine- und Alternative Rock näher steht, welches durch die räudige Stimme und den Rotz in den Songs punktet. Könnte noch besser sein (vor allem die Texte sagen mir nicht wirklich zu), geht aber schon ganz gut ab.