Phoxjaw - Royal Swan Tipp

Phoxjaw - Royal Swan

In ihrer noch frischen Existenz als Band haben PHOXJAW bisher zwei EPs veröffentlicht. Die Jungs aus Bristol haben sich in der britischen Rock-Szene schon einen Namen gemacht, und nun könnte mit ihrem Debüt-Album „Royal Swan“ auch die deutsche Szene erobert werden. 

Drückende Stimmung mit glamouröser Stimme

Die Band, bestehend aus Danny Garland, Josh Gallop, Kieran Gallop und Alexander Share, bleibt dem Muster ihrer bisherigen Veröffentlichungen treu. Wie auch bei den beiden EPs der Jungs, beginnt das Album mit einer „Einleitung“. Der ca. einminütige Track gibt bereits die Stimmung des restlichen Albums vor, die sich drückend, düster und fast mysteriös durch das gesamte Album zieht, mit einigen Lichtblicken zwischendurch. Auf die Einleitung folgt ein zunächst ruhiger Song, der sich im Refrain aber schnell harten Sounds zuwendet, mit starken Gitarren und emotionalem Screaming.

„Triple AAA“ bewegt zu einem Moshpit

Song Nummer drei sticht besonders ins Auge (oder eher ins Ohr). Die Lust auf einen Moshpit steigt und die starke Stimme von Sänger Danny Garland kommt zur Geltung, gerade in den Strophen, die deutlich ruhiger als der Refrain verlaufen. Zwar zieht sich das Muster von ruhigeren Strophen zu starken, gitarrenlastigen und teilweise geschrienen Refrains wie ein roter Faden durch das Album, dennoch bietet jeder Song etwas Besonderes. Zu „Triple AAA“ gibt es auch ein passendes Quarantäne-Video, das den britischen Charme der Jungs unterstreicht – Bier und Zigaretten inklusive:

Auffällige Musikvideos

Neben ihrer besonderen Musik liefern PHOXJAW ausgefallene Musikvideos. Neben dem zurvor erwähnten Clip gibt es auch noch ein Pre-Corona-Video zu „You Don't Drink A Unicorn's Blood“. Hier geht es um das Erschießen von Wildtieren, das nur dem Trophäen sammeln dient. Im Video porträtieren die Jungs sich selber als Wildtiere, die Blut spuckend durch das Feld laufen. Textlich und bildlich gehen sie also gerne mal in die Tiefe ...

Ein 7-minütiger Abschluss

„Royal Swan“ ist der letzte Song auf dem gleichnamigen Album und über sieben Minuten lang. Dennoch schaffen PHOXJAW es auch hier, spannende Minuten zu produzieren. Neben Klargesang gibt es wieder Screaming-Einlagen und düstere Gitarren-Sounds, aber sie schaffen es, den Song wie eine Geschichte wirken zu lassen. Ein guter Abschluss für ein gelungenes Album.

Tracklist

1. Charging Pale Horses
2. Trophies In The Attic
3. Triple AAA
4. You Don't Drink A Unicorn's Blood
5. Half House
6. Infinite Badness
7. Teething
8. An Owl Is A Cat With Wings
9. Bats For Bleeding
10. The Monk
11. Royal Swan