Theory Of A Deadman - Gasoline


theory_of_a_deadman_-_gasoline

Stil (Spielzeit): Rock (44:50)

Label/Vertrieb (VÖ): Roadrunner Records (28.04.06)

Bewertung: Starkes Rockalbum (8/10)

Link: http://www.theoryofadeadman.com
http://www.roadrunnerrecords.de

Mit ihrem zweiten Album „Gasoline“ holen die drei Kanadier Tyler Connolly – vocals, guitar, Dave Brenner – guitar und Dean Back - bass von THEORY OF A DEADMAN endgültig zum großen Schlag aus um die Musikwelt zu erobern. 
Nachdem die Band sich nach ihrer Gründung als fester Bestandteil der Musikszene in Vancouver etablierte, sorgte eigentlich ein Zufall für den ersten wichtigen Schub nach vorne. Auf einer Party lernte Tyler Connolly den NICKELBACK Frontmann Chad Kroeger kennen und drückte ihm spontan ein Demo seiner Band in die Hand, ohne wirklich damit zu rechnen, dass dieser sich das Material anhört. Doch Chad hörte sich das Demo an und war so begeistert von der Band, dass er sie sofort auf seinem eigenen Label „604 Records“ unter Vertrag nahm. 

Das selbstbetitelte Debüt, welches 2002 veröffentlicht wurde, schlug ein wie eine Bombe und die positiven Reaktionen der Fachwelt, das starke airplay im Radio und die anschließende fast zweijährige Tour unter anderem mit 3 DOORS DOWN, SALIVA und eben NICKELBACK schweißte die Band noch mehr zusammen als sie es ohnehin schon war. 
Trotzdem hinterlässt eine solche Mammut-Tour ihre Spuren, aber die Band machte nicht den Fehler, sofort wieder ins Studio zu hetzen, sondern gönnte sich eine mehrmonatige Pause um wieder aufzutanken. Und genau das hört man „Gasoline“ in jedem Song und jedem Ton an. Die 13 Songs auf „Gasoline“ klingen frisch, abwechselungsreich und voller Power und Dynamik, ohne jedoch glatt oder poliert zu klingen. 

Dass der Sound so roh geblieben ist , liegt mit an der herausragenden Produktion von Howard Benson und dem Mix von Chris Loyd-Alge, denen es offensichtlich gelungen ist, während der Aufnahmen alles aus TOAD herauszuholen. Ausserdem "verführten" sie die Musiker zu vielen sountechnischen Experimenten, was ebenfalls für die Vielfältigkeit des Albums sorgte. Neben vielen Vintage-Gitarren und -Verstärkern kommen zum Beispiel auch Sitars und Hammondorgeln zum Einsatz.
Es macht wirklich Spaß, in den einzelnen Songs die Einflüsse der Musiker herauszuhören, ohne dass man je das Gefühl hat, sie würden versuchen diese zu kopieren. Viel zu eigenständig klingt das Album, und jedem Song drücken THEORY OF A DEADMAN ihren eigenen Stempel auf. Von der Ballade, der melancholischen Halbballade, vom Rocker bis zum Banger ist hier alles vertreten, was den Genuss dieses Albums zu einer sehr spannenden und kurzweiligen Sache macht, an der man aber mit Sicherheit öfter als nur einmal Spaß haben wird. 

Besonders hängen geblieben sind bei mir die Songs „No Surprise“, „Me & My Girl“, „Since You’ve Been Gone“ und „Hello Lonely“. Allerdings kann sich das beim nächsten Durchlauf auch schon wieder ändern… 

Tracklist: 

#01 Hating Hollywood 
#02 No Way Out 
#03 No Surprise 
#04 Quiver 
#05 Santa Monica 
#06 Better Off 
#07 Say Goodbye 
#08 Hello Lonely (Walk Away From This) 
#09 Me & My Girl 
#10 Since You’ve Been Gone 
#11 Hell Just Ain’t The Same 
#12 Save The Best For Last 
#13 In The Middle 

Unter http://www.roadrunnerrecords.de findet ihr den Song „No Surprise“ vom aktuellen Album „Gasoline“ als free MP3.