Jennie Tebler's Out Of Oblivion - Till Death Tear Us Part

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Stil (Spielzeit): Gothic-Metal (47:38 Minuten)

Label/Vertrieb (VÖ): Black Mark (26.07.2008)

Bewertung: zu brav (4,5/10)

Link: http://www.myspace.com/jennieteblersoutofoblivion
 
In Schweden bei einigen Leuten bereits im Ohr, im restlichen Europa fast völlig unbekannt. Ein Zustand, der auf die Sängerin Jennie Tebler zutrifft. 2005 und 2006 veröffentlichte sie im Alleingang zwei Singles, traf auf das Produzenten – Duo Fredrik Rhodin und Kent Jädestam und bringt in Zusammenarbeit mit diesen Gesellen, die ebenfalls für die Gitarrenarbeit bei JENNIE TEBLER’S OUT OF OBLIVION verantwortlich sind, das Debutalbum „Till Death Tear Us Part“ heraus.
Viel gibt die Biographie der jungen Dame, die in Schweden bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat und angeblich die Schwester von Quothon (BATHORY) ist, nicht her und gleiches gilt für besagtes Album. Während einer Spielzeit von ca. 47 Minuten plätschern zehn Songs aus den Boxen, die vom musikalischen Grundkonzept im Bereich Düster-Rock / Gothic-Metal angesiedelt sind. Düsteres, melodisches Riffing, rhytmisches Drumming, vereinzelt eingestreuter Bombast und weicher Gesang. Konzepte, die Bands wie LACUNA COIL oder EVANESCENCE bereits zum Erfolg führten, aber mittlerweile doch ziemlich ausgelutscht sind.
Als Einflüsse auf das Songwriting standen vorher genannte Bands eindeutig Pate, bezogen auf die stimmliche Leistung ordnet sich JENNIE TEBLER in der goldenen Mitte beider Frontfrauen ein. Etwas rockiger als Amy Lee aber bei weitem nicht so charismatisch und kraftvoll wie Cristina Scabbia. Ein Eindruck der sich nach diversen Durchläufen mehr und mehr bestätigt. Einziger Lichtblick ist der Track „Life Full Of Lies“, bei dem eine härtere Marschrichtung an den Tag gelegt wird und JENNIE’S Stimme kraftvoller zur Geltung kommt.
Locker, leicht verdaulich und ohne bleibenden Eindruck zieht diese CD an mir vorbei. Und ich kann nicht einordnen, ob es an der fehlenden Eigenständigkeit oder an der kraftlosen Produktion liegt. Nächstes Mal mehr Biss bitte.
Fazit: Nur für absolute Verfechter des Gothic-Metals, jeder andere kann getrost an dieser CD vorbei gehen.