Fatal Smile - World Domination




Stil (Spielzeit): Heavy Metal (42:10)

Label/Vertrieb (VÖ): Locomotive Records / Soulfood Music (15.02.08)

Bewertung: 7/10

Link: http://www.fatalsmile.nu

FATAL SMILE sind eigentlich keine Unbekannten, denn die Band aus Schweden treibt bereits seit 1995 ihr Unwesen in der Szene, hat es aber bisher nur zu zwei Alben gebracht. „Beyond Reality“, das Debüt Album aus dem Jahr 2002 erhielt seiner Zeit ziemlich gute Kritiken, und bescherte der Band ein eigene kleine Headliner Tour durch die USA, die 16 Gigs in 21 Tagen umfasste. 
Das zweite Werk mit dem Titel „Neo Natural Freaks“ toppte diesen Erfolg noch, den die Single „Learn, Love, Hate“ schlug in ihrer Heimat Schweden wie ein Bombe ein und stieg bis auf Platz 4 in die nationalen Charts ein, in denen sie sich 4 Wochen in den Top 20 aufhielten. Im Jahr 2007 formierte Gründungsmitglied und Gitarrist Yuksel die Band komplett neu, und ging mit den frischen Mitstreitern Alx (Bass), Blade (Vocals) und Zteff (Drums) ins Studio, um das dritte Album „World Domination“ einzuspielen. 

Griff bei den ersten Album noch Produzent Jonas Östmann ( u.a. YNGWIE MALMSTEEN) helfend unter die Arme, wurde bei der aktuellen Langrille die Produktion in Eigenregie durchgeführt. Lediglich für den abschließenden Mix verpflichteten FATAL SMILE Michael Wagener, der durch seine Arbeiten mit METALLICA, MÖTLEY CRÜE oder auch OZZY OSBOURNE fast schon Legenden Status eingenommen hat. Zehn rohe, treibende Metaltracks haben FATAL SMILE für „World Domination“ eingespielt, die allesamt die Wurzeln der Band erkennen lassen, denn von METALLICA, BLACK SABBATH oder auch gelegentlich MOTÖRHEAD lassen sich die Einflüsse kaum verleugnen. 
Geht der schnelle Opener noch „S.O.B.“ sehr in Richtung frühe METALLICA, kommen bei „No Tomorrow“ sehr doomige Töne zum Vorschein, die BLACK SABBATH alle Ehre machen würden. 

Die sehr „dreckig“ klingende Stimme von Sänger Blade unterstreicht den in jedem Song vorherrschenden dreckigen, rauen und ungeschliffenen Sound. Besonders genial kommt das bei dem basslastigen, treibenden „Primed & Ready“ rüber, der äußerst Party-kompatibel aus den Boxen knallt. „Too Far Down“ beginnt zwar mit einen Mörderriff, fällt aber im weiteren Verlauf etwas ab, und ist in meinen Ohren gleichzeitig der schwächste Song der Scheibe, da der gesamte Song im Vergleich zum restlichen Material etwas uninspiriert rüber kommt. Anspieltipps sind in meinen Ohren „Out Of My Head“, das eine Art Metal meets Funk darstellt, und bei dem Sänger Blade, neben dem bereits erwähnten „Primed & Ready“, eine echte Metal-Röhren Glanzleistung hinlegt, und das sehr nach NWoBHM klingende „Run For Your Life“, das durch seine an IRON MAIDEN angelehnten Breaks besticht. 

Fazit: FATAL SMILE erfinden das Rad zwar nicht neu, und lassen sehr deutlich ihre Einflüsse und Wurzeln durchschimmern, aber das machen sie auf eine unglaublich frische und motivierte Art und Weise, die mir sehr gut gefallen hat. Da sich der ein oder andere Song auch absolut partytauglich präsentiert, sollte man der Scheibe auf alle Fälle mal ein Ohr gönnen.