Battleroar - To Death And Beyond




Stil (Spielzeit): Metal (59:16)

Label/Vertrieb (VÖ): Cruz Del Sur Music / Alive (20.06.08)

Bewertung: 7,5/10

Link: http://www.battleroar.com

BATTLEROAR stammen aus Griechenland, und haben sich dem traditionellen Metal verschrieben. „To Death And Beyond“ ist bereits das dritte Album von Sänger Marco Concoreggi, den Gitarristen Kostas Tzortzis und Manolis Karazeris, Bassist Gus Macricostas und Drummer Nick Papadopoulus nach dem 2003er Debüt „Battleroar“ und dem 2005er Output „Age Of Chaos“. 
Als Einflüsse geben die Griechen Bands wie JAG PANZER, MANOWAR, MANILLA ROAD und BROCAS HELM an, und tatsächlich ist von all diesen Bands auch ein bisschen was zu hören. 
Aber trotz aller Ähnlichkeiten haben BATTLEROAR mit den neun Tracks von „To Death An Beyond“ im Vergleich zu den ersten beiden Alben sehr an Eigenständigkeit zugelegt, und sie verlassen sich nicht nur darauf, Stilrichtungen zu kopieren, sondern kreieren ihren ganz eigenen Sound, was das Album zu einem sehr interessanten Stück Musik macht. 

Der Opener „The Wrathforge“ ist mit seinen über acht Minuten vielleicht als Einstieg in ein Album nicht unbedingt glücklich gewählt, macht aber auch deutlich, dass BATTLEROAR ihre Songs sehr abwechslungsreich gestalten können, denn nach dem sehr epischen Intro geht der Song in einen sehr traditionell gehaltenen Metal Song über, der von einem äußerst eingängigen Riff dominiert wird. „Dragonhelm“ erinnerte mich bei den ersten Klängen sofort an MANOWAR, aber glücklicherweise nimmt der Song im weiteren Verlauf zu viel Fahrt auf, um weiter nach den selbst ernannten Kings Of Metal zu klingen. Auch das teilweise zweistimmige Gitarrensolo weiß zu gefallen. 
Marco Concoreggis Stimme wechselt während der Songs oftmals zwischen wütend bis aggressiv und fast schon episch, und passt sich damit den Songstimmungen perfekt an. Mit „Finis Mundis“ folgt für mich das erste Highlight der Scheibe. Auch fast neun Minuten lang, beginnt der Song mit einem sehr schönen Intro, und mutiert später zu einem richtig fetten Stampfer, bei dessen Rhythmus es schwer fallen wird, nicht automatisch mit Headbang-Bewegungen zu beginnen. 
Nach dem sehr ruhigen Mittelteil mit akustischen Gitarren geben die Jungens am Schluss mächtig Gas. In dem Song ist wirklich alles vertreten, was den Stil von BATTLEROAR ausmacht. Mit „Metal From Hellas“ und dem sehr basslastigen, fast schon düsteren „Hyrkanian Blades“ folgen wieder zwei reinrassige Heavy Metal Songs, wobei mit bei dem zweiten Song die Gesangsleistung von Marco besonders gut gefällt, weil er die Töne sehr lange klingen lässt, und er damit deutlich macht, dass er wirklich „singen“ kann. 

Das sie beim Komponieren nicht auf die Uhr geschaut haben, zeigt das fast zehn Minuten lange „Oceans Of Pain“, das ebenfalls von einem akustischen Mittelpart geteilt wird, dass durch die eingesetzten Geigen sehr mystisch klingt. „Born In The 70’s“ hält das, was man bei dem Titel wahrscheinlich auch erwartet, nämlich Querverweise zum 80er Jahre US Metal, mit dem die Musiker aufgewachsen sind. 
Danach folgt mein zweites Highlight der Scheibe, nämlich „Warlord Of Mars“, bei dem die Gitarren genau so klingen, wie sie bei Heavy Metal klingen sollten. Der Song könnte von der Musik her auch von JUDAS PRIEST sein. In diesem Zusammenhang muss ich auch direkt mal den sehr gelungenen Gesamtsound der Scheibe erwähnen, der besser nicht hätte klingen können. Den Abschluss macht „Death Before Disgrace“, welches auch wieder die acht Minuten überschreitet, aber wie die anderen längeren Tracks des Albums nie langweilig wird, weil es die Band sehr gut versteht, im richtigen Moment entweder den Rhythmus zu wechseln, oder akustische Zwischenspiele einzubauen, wodurch die Songs sehr auflockern. 

Fazit: Wer auf Heavy Metal der traditionellen Art steht, kann mit „To Death And Beyond“ von BATTLEROAR absolut nichts falsch machen.