Adagio - Archangels In Black



Stil (Spielzeit): Progressive/Symphonic Metal (47:47)
Label/Vertrieb (VÖ): Listenable Records (06.02.09)
Bewertung: 8/10


Link: http://www.adagio-online.com

Ganz schön lange hat Komponist und Gitarrist Stéphan Forté an „Archangels In Black" herumgewerkelt: Die Aufnahmesessions begannen bereits im Herbst 2006. Jetzt, nach knapp zweieinhalb Jahren, hat der Prozess ein Ende gefunden, und „Archangels In Black" findet seinen Weg in die Verkaufsregale der CD-Läden.

Die aus Forté, Sänger Gus Monsanto, Drummer Eric Lébailly, Bassist Franck Hermanny und Keyboarder Kevin Codfert bestehende Band präsentiert sich auf ihrem vierten Album gleich zu Beginn sehr aggressiv. „Vamphyri" rauscht mit seinen fetten Gitarren und hohem Tempo förmlich an einem vorbei, Monsanto singt mit einem bösen Touch, während der Song von einem melodischen Refrain gekrönt wird. Ähnlich brachial-melodisch geht es mit „The Astral Pathway" weiter, bei dem das Keyboard bzw. Piano für ein paar Farbtupfer sorgt.
Überhaupt sind alle neun Songs schön hart, gleichzeitig aber melodisch, symphonisch und - wie es sich für eine Progressive Metal-Band gehört - komplex, aber nicht verworren. Teilweise sind die Kompositionen sehr bombastisch, wofür auch die Produktion des RAMMSTEIN- und MESHUGGAH-Knöpfchendrehers Björn Engelman verantwortlich ist. „Archangels In Black" klingt verdammt fett, sowohl die oft mit Doublebass arbeitenden Drums als auch der Gesang und die rasanten Gitarren- und Keyboardsoli sowie der wummernde Bass werden perfekt in Szene gesetzt.

Mit ihrem neuen Album spielen ADAGIO weitgehend in einer eigenen Liga und können höchstens mit SYMPHONY X verglichen werden. Das vierte Album der Franzosen hat sowohl für Frickelfreunde als auch für Melodie- und Symphonie-Fanatiker einiges zu bieten und wird auch nach vielen Durchläufen nicht langweilig. Klasse Scheibe!