Danny Vaughn - Traveller




Stil (Spielzeit): Melodic Rock  (55:02)

Label/Vertrieb (VÖ): Frontiers Records / Soulfood Music (16.02.07)

Bewertung: 7/10

Link: http://www.myspace.com/vaughnband

Mit einem großen Knall fielen TYKETTO 1990 in die überschwappende Musikszene von Los Angeles, und sorgten mit ihrem Debüt „Don’t Come Easy“ für mächtig Wirbel, was nicht in geringem Masse am Bandgründer und Sänger Danny Vaughn lag. Mit seiner kraftvollen, klaren, aber trotzdem extrem rockigen Stimme trieb er TYKETTO nach vorne, veröffentlichte mit dem Nachfolger „Strength In Number“ ein weiteres Hammeralbum, welches alleine drei Videoauskopplungen enthielt, die auf MTV permanent rotierten. 
Aber Mitte der Neunziger war Rock Music nicht mehr so richtig angesagt, die Verkaufszahlen und auch die zahlenden Fans an den Abendkassen nahmen rapide ab, und so verließ DANNY VAUGHN schließlich enttäuscht die Band. 

Danach wurde es erstmal still um ihn, bis er unter seinem eigenem Namen VAUGHN zwei Alben veröffentlichte, bei denen auch zwei seiner Ex-TYKETTO Mitstreiter mitwirkten. 
Mit der Idee, ein mehr rocklastiges Album zu veröffentlichen, rannte er bei seinem neuen Label Frontiers Records offene Türen ein. 
Nunmehr unter dem Namen DANNY VAUGHN fand er schnell namhafte Musiker, die auf seiner Welle lagen, und mit Tony Marshall (CONTAGIOUS) – guitars, Pat Heath (Brave New World) – guitars, Steve McKenna (TEN) – bass und Lee Morris (PARADISE LOST) – drums spielten sie die zwölf Tracks von „Traveller“ ein. 
Seine Idee hat er wirklich 1 zu 1 umgesetzt, denn herausgekommen ist ein Melodic Rock Album der Extraklasse. 

Nicht ganz so hart wie seinerzeit mit TYKETTO, aber dafür unglaublich intensiv kommen die Songs rüber, gehen teilweise unter die Haut, wie zum Beispiel bei der Ballade „The Touch Of Your Hand“, oder rocken einfach nur nach vorne wie bei „Restless Blood“. Bei manchen Liedern, wie zum Beispiel „The Measure Of A Man“, denkt man bei der Musik, man hört BON JOVI, und auch wenn mich die Fan Fraktion von BON JOVI jetzt steinigen wird, aber gesangstechnisch steckt DANNY VAUGHN den Beau aus New Jersey aber mal ganz locker in die Tasche. 
Bei „Lifted“ fühlte ich mich ziemlich an einen alten TYKETTO Track erinnert, nämlich „The Last Sunset“. Im Großen und Ganzen kann man sagen, wer auf TYKETTO stand, wird „Traveller“ ebenfalls lieben. Die Songs sind zwar etwas entschärft, aber rocken trotzdem ungemein. 
Und der unglaublichen Stimme von DANNY VAUGHN tut das keinen Abbruch. Ich glaube, außer Growls kann der Mann alles singen. Das soll allerdings die Leistung der Band nicht schmälern, denn „Traveller“ klingt insgesamt sehr stimmig. Die Produktion, für die sich der Namensgeber selber verantwortlich zeigte, bringt ihm ebenfalls noch einen Pluspunkt. 

Anspieltipps sind für mich „The Warrior’s Way“, bei der Danny die ganze Bandbreite seiner Stimme zeigt, und der Rocker „Badlands Rain“, der ein absolut geniales Gitarrensolo beinhaltet. 

Fazit: Danny Vaughn zeigt sich hier in Hochform, und hat mit seiner Mannschaft zwölf tolle Rocksongs eingespielt, die durch ihre schönen Melodien und einem erhöhten Mitsingcharakter bestechen. Nicht nur für TYKETTO Fans eine lohnende Investition.