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Artikel - CD Review Archiv Blind Guardian - A Voice In The Dark (Maxi)

Blind Guardian - A Voice In The Dark (Maxi)

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CD Review

Geschrieben von: Chrischi   
Freitag, den 16. Juli 2010 um 18:05 Uhr


Stil (Spielzeit): progressiv angehauchter Symphonic/Power Metal (15:47)
Label/Vertrieb (VÖ): Nuclear Blast (25.06.10)
Bewertung: Keine Bewertung
Link: http://www.blind-guardian.com

Viel zu lange mussten BLIND GUARDIAN-Fans auf ein Lebenszeichen ihrer Lieblingsband warten. Nachdem Schritt für Schritt Tracklists, Cover und Veröffentlichungsdaten von „At The Edge Of Time" (Release am 30.07.2010) und der Single „A Voice In The Dark" durchgesickert waren, wuchs die Vorfreude bei vielen Metalfans ins Unermessliche. Vor dem Release ihres neunten Studioalbums schicken die Krefelder mit „A Voice In The Dark" nun zuerst eine Maxi mit drei Tracks voraus, damit man ein erstes Appetithäppchen auf Dauerrotation im CD-Player stellen kann.

BLIND GUARDIAN ist es durchaus gelungen, trotz nur knappen 16 Minuten Spielzeit den geneigten BG-Fan die Tage bis zum 30.07. hibbelig und nervös vor dem Plattenladen umher tigern zu lassen, um dann endlich den Longplayer in den Händen halten zu dürfen. Der Titeltrack präsentiert all das, was viele in den letzten Jahren bei den Deutschen vermisst haben: ein verdammt straightes Riff, volle Doublebass-Power, die charakteristischen Gitarrenleads, einen eingängigen, sich sofort ins Ohr brennenden Chorus und einen Oldschool-Touch, der deutlich an die Neunziger-Phase der Band erinnert. Im Albumkontext wird sich zeigen, ob „A Voice In The Dark" tatsächlich auch gegen die anderen Songs bestehen kann, eine bessere Single als „Fly" vor vier Jahren ist die feine, straighte Nummer aber definitiv. Als zweiter Song steht „You're The Voice" auf der Tracklist, das erneut die Lust des Quartetts zu ungewöhnlichen Coverversionen zeigt, dieses Mal von JOHN FARNHAM. Eine ganz nette Nummer, die jedoch nicht unbedingt zu den Höhepunkten der nachgespielten BG-Songs zählt und sehr cheesy rüber kommt. Abgeschlossen wird die Single von dem ruhigen „War Of Thrones" in einer Akustikversion (auf dem kommenden Album wird eine andere Fassung des Songs gereicht). Der Track steht in der Tradition von Lagerfeuer-Balladen wie „A Past And Future Secret", allerdings muss sich der sehr schöne Song erst einmal neben den Klassikern beweisen. Tatsächlich erinnert die mit Orchesterbegleitung aufgenommene Ballade an eine Mischung aus eben genannter Ballade und „Turn The Page" von „A Twist In The Myth", das im Refrain vorbei lugt.

Für Fans, die die Zeit bis zur Veröffentlichung von „At The Edge Of Time" nicht abwarten können, ist „A Voice In The Dark" schon alleine aufgrund des starken Titelsongs zu empfehlen. Auch „War Of Thrones" gefällt, ohne jedoch an die „Bard's Song"-Klasse heranreichen zu können. Allerdings ist ein solcher Anspruch auch sehr hoch gesteckt. Das JOHN FARNHAM-Cover ist ok, aber nichts, was man sich dauerhaft anhören wird. Ergo: Für Fans eine Investition wert, für alle anderen verzichtbar.

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