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Artikel - CD Archiv Destination Anywhere - Party, Love & Tragedy

Destination Anywhere - Party, Love & Tragedy

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CD-Review

Geschrieben von: Kai   
Mittwoch, den 08. September 2010 um 18:53 Uhr


Stil (Spielzeit):
FunPunk, PopPunk, Ska (36:56)
Label/Vertrieb (VÖ): DIY (10.09.10)
Bewertung: 6,5 / 10
Link: MySpace

Bisher konnte sich die Band aus Siegen mit zwei EPs vorstellen (von denen sogar eine gratis ins Netz gestellt wurde), und so wird es jetzt auch endlich Zeit, ihr Können auf Gesamtlänge zu zeigen. Und ich muss sagen, dass es sich hier um eine ziemlich kraftvolle Ska-Punk-Platte handelt – die mich leider aber trotzdem nicht vollends überzeugen kann und einen kleinen Tacken meinen Erwartungen hinterher hinkt.

So finde ich bei vielen der neuen Stücke ziemlich viele Stellen, die mich vor allem an den FunPunk von BLINK 182 erinnern. OK, REEL BIG FISH, mit denen ich sie vorher gerne verglichen habe, sind auch eher „fun" als „ernst", aber manchmal finde ich schon, dass das hier ein klein wenig zu viel in Richtung „College-Punkrock" geht. Außerdem klingen die Bläser hier ein wenig kalt und draufgeklatscht. In etwa so wie bei SKA-P, wo die Bläser aber auch aus dem Keyboard kommen. Man gewinnt so oder so langsam den Eindruck, dass der Punk-Anteil bei DA immer mehr die Oberhand gewinnt. Wenn sie das live allerdings genauso druckvoll rüberbringen, könnte das noch mal eine ganz andere Qualität haben...

Ich weiß ja auch nicht ganz so genau, warum ich dieses Mal nicht ganz so mit dem Werk warm werde, wie ich selber vorher vermutet hatte, denn DESTINATION ANYWHERE bringen eigentlich viel Gutes mit: die Songs sind flott, haben gute Melodien und einen echt druckvollen Sound (bis auf das mit den Bläsern eben). Und so viel schlechter machen sie es auch gar nicht, als sagen wir mal LESS THAN JAKE, RANTANPLAN und Konsorten. Auch Dynamik ist ihnen auf Albumlänge kein Fremdwort. Dennoch komme ich nicht über 6,5 Punkte.

Für meinen Geschmack hätte das Album vieleicht etwas ernster sein können – ich weiß, ist ja bei SkaPunk eigentlich eine alberne Vorstellung. Und irgendwie gibt es ja auch genügend ernste Themen auf der Platte – sie klingen halt nur so nett. Aber irgendwas fehlt mir hier halt bei dieser Mischung aus HOMEGROWN, BLINK 182, SONDASCHULE und REEL BIG FISH. Einen Tacken zu poppig vielleicht...
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