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Artikel - CD Review Archiv Mr Death – Descending Through Ashes

Mr Death – Descending Through Ashes

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CD Review

Geschrieben von: Manuel   
Samstag, den 31. Dezember 2011 um 22:34 Uhr
Mr. Death Descending Through Ashes

Stil (Spielzeit): Death Metal (34:22)
Label/Vertrieb (VÖ): Agonia Rec./Soulfood (30.09.11)
Bewertung: 6,5/10
http://www.mrdeathmetal.com
http://www.myspace.com/misterdeathsweden

Und da ist er wieder – der Herr Tod. Vor über einem Jahr melden sich die Schweden mit einer kleinen EP für zwischendurch, um auf das nachfolgende Album aufmerksam zu machen und heuer ist es soweit. Die Zwischenmahlzeit war durchwachsen und hat wenig Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Mal sehen, wie sich der große Bruder danach schlägt.

Ohne jegliche Umschweife setzt das bekannte dreckige Todesrocken ein. Schwer walzen die ersten Töne der Sechssaiter übers Feld, die erdigen Drums rumpeln ganz im Sinne von GRAVE oder ENTOMBED und die Stimmbänder sind garantiert nicht geölt.
Oft im mittleren Tempo gehalten ist es geradezu erfrischend, wenn zum Einstieg in „Your Final Demise" der doppelte Fuß einsetzt und ordentlich die Lederhosen weichprügelt. Hier wird ordentlich der Gashahn aufgedreht und so wie in „Bloodfalls" ein bisschen der Thrash gestreift wird, gibt es genügend flotten Stoff, der die Birne vom Bäumchen schüttelt.
„Another State Of Decay" macht es deutlich: Drums werden aggressiv und urig verprügelt, ganz fies verzerrter Bass und Gitarren setzen ein und der Song rockt los. Die Nordlichter vertonen ihre Horror-Texte in einem extrem rückwärtsgewandten Soundgewand. Old School dass es kracht ist hier angesagt, als ob in einem nordischen Keller gerade die ersten Tapes getauscht wurden.

MR DEATH könnten wahrscheinlich sogar von sich behaupten, mehr Riffs in einem Song zu verwenden als BOLT THROWER. Mit schweren Grooves und einigen Abschnitten, in denen im fünften Gang geholzt wird, könnten Freunde von ASPHYX auch hier ihre Freude haben. Ansätze von Hooklines lassen eine Steigerung zu der letzten EP erkennen, wobei die großen Melodien für Millionen hier sowieso nicht erwartet werden sollten. Wer auf altgebackenes Todesblei steht, das einen richtig dreckigen Klangumhang hinter sich herschleift, der könnte hier sein Ohr hinhalten. Zu einer Steigerung an die Spitze fehlen noch hitverdächtige Harmonien oder dass besondere Axtschwünge einen vom Gestühl holen. Guten Appetit für alle, die rohes Fleisch nicht verachten – ohne Beilagen wohlgemerkt.
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