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Artikel - CD Archiv Myland - No Man's Land

Myland - No Man's Land

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CD-Review

Geschrieben von: Thorsten   
Dienstag, den 06. Mai 2008 um 19:57 Uhr


Stil (Spielzeit): AOR (52:27)

Label/Vertrieb (VÖ): Valery Records/Point Music (18.04.08)

Bewertung: Nett (6/10)

Link: http://www.myspace.com/mylandproject

Der Name MYLAND dürfte niemandem ein Begriff sein, und doch stecken dahinter eine Reihe bekannter Namen. Bandkopf Paolo Morbini trommelte unter anderem für EVA, EXILA und BRUNOROCK und neben den Mitgliedern seine Mailänder Coverband griffen ihm bei dem ersten Album unter diesem Namen noch illustre Namen wie Kee Marcello (ex-EUROPE), Tommy Denander (u.a. CGICAGO, TOTO, PAUL STANLEY) und Alex Del Vecchio (u.a. GLEN HUGHES) unter die Arme.

Der erste Eindruck, nachdem die Scheibe im Player ist: So muss sich eine Kreuzung auch 80er Pop-Rock und eine Boyband anhören. Eine Powerballade jagd die Nächste und es geht um Liebe, Liebe und noch mal Liebe...hat irgendjemand zufällig die Eier der Bandmitglieder gefunden?
Glücklicherweise werden sich die Musiker genau nach der Hälfte der Scheibe ihrer Wertsachen selbst wieder bewußt und liefern noch fünf Nummern, die nur noch nach poppigem 80er Hard Rock klingen, aber immerhin der Backstreet Boy Anteil weglassen. Dafür klingen die Nummern jetzt teilweise (z.B. „Age Of My Dreams“) so klebrig-fröhlich, daß selbst die Grinsebacken von EDGUY daneben wie Trauerklöße aussehen.
Insgesamt liefern die Italiener technisch ordentlich gespielte schon X-Mal gehörte Happy-Metal Riffs. Dazu kommt ein Sänger, der zwar bis auf wenige Ausnahmen sauber klingt und technisch gesehen auch nichts falsch macht, dafür aber auch nicht einen Funken Charakter in seinen Gesang legt. Die etwas ungelenken Texte, in denen sich einzelne Wendungen immer wieder wiederholen, machen den Eindruck auch nicht runder.

Alles in Allem haben wir es hier mit knapp einer Stunde durchaus hochwertiger Fahrstuhlmusik zu tun, die vermutlich in keiner 80er Radioshow unangenehm aufgefallen wäre...genau genommen wäre sie überhaupt nicht aufgefallen. Alle beteiligten sollten lieber bei ihren angestammten Beschäftigungen bleiben.

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