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Artikel - CD Archiv Neume - Pi / Skull (EP)

Neume - Pi / Skull (EP)

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CD-Review

Geschrieben von: Lars   
Dienstag, den 26. Mai 2009 um 21:19 Uhr

neume_piskull

Stil (Spielzeit): Noise Rock / Stoner Rock / Groove Rock (37:27)
Label / Vertrieb (VÖ): Eigenproduktion (Frühjahr 2009)
Bewertung: 7 / 10
Links: www.myspace.com/neumeband

NEUME, das in Berlin ansässige Rotzrock-Duo, legt nach der ersten selbstproduzierten EP „Weltunergangsmaschine" nun mit „Pi / Skull" ein weiteres Do-It-Yourself-Werk vor.

Diesmal treiben die beiden Tims den Hörer mit ihrer minimalistischen Gitarre-Drums-Gesang-Kombination durch sieben weitere dreckige Groove-Brocken. Düster und siffig toben sich die beiden mit rohem Sound an kniffeligen, enorm rhythmischen Beinahe-Instrumentalstücken aus. Das für meine Ohren meist unverständliche und gelegentlich schiefe Geschreie könnte eigentlich auch weggelassen werden. Abgesehen von einem Interlude sind die zwischen vier und zehneinhalb Minuten langen Stücke eine hochkonzentrierte Essenz aus Stoner Rock und Noise Rock mit einem winzigen Schuss Punk, die meiner Meinung nach entweder einen sehr guten Sänger bräuchte oder noch mehr auf Gesang / Shouting verzichten sollte. Wenn, was wiederholt vorkommt, die Stimme bricht, kommt das nämlich selten cool rüber. Einzelne gelungene, die Rhythmik noch weiter steigernde Schrei-Passagen bilden die Ausnahme.

Es ist der sagenhafte, mal wilde mal eher psychedelische Groove, der das Duo stark macht. Das ist NEUME's Metier, da passt die Abstimmung bis in jedes dynamische Detail. Songs wie das psychedelische „The Chemist", das abwechselnd schwer stampfende und punkig abgehende „P. Into Your Skull" und das hektische „Scrape / Surf" funktionieren einfach ganz hervorragend. Am Ende packen die beiden noch einen in Richtung Post-Rock gehenden, ungemein düsteren und schwer verdaulichen Zehnminüter auf das im Vinyl-Look gestaltete Scheibchen.

Fazit: So langsam sind NEUME reif für einen Plattenvertrag.

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