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Slash - s.t.

Beitrag bewerten: 1 Votes | Ø 5.00

CD Review

Geschrieben von: Kai   
Donnerstag, den 08. April 2010 um 15:44 Uhr


Stil (Spielzeit)
: Hardrock, Blues, Metal, Pop (57:18)
Label/Vertrieb (VÖ): Roadrunner / Warner (09.04.10)
Bewertung: 6,5/10 - könnte aber noch wachsen
Link: MySpace

Am 09.04.10 erscheinen auf Roadrunner zwei Alben, bei denen jeweils der Name des Künstlers bzw. der Band auch der des Albums ist. Während da bei BLEEDING THROUGH keine großen Fragen auftauchen, könnte man sich im Falle von SLASH doch etwas genauer damit auseinander setzen.

Denn was für ein Solo-Album, welches auch noch den Namen des Künstlers trägt, etwas seltsam ist, ist die Bandbreite des Materials. Jeder Song hat einen anderen Sänger und oft wirken die Tracks so, als hätte SLASH sie schon ein wenig auf seinen Partner am Mikro abgestimmt. Einige hören sich erst mal nicht so wirklich nach dem an, was ich erwartet habe. Die Strophen von „Beautiful Dangerous" zum Beispiel lassen mich doch ein wenig von dem vermissen, was ich von SLASH eigentlich kenne.

Und ehrlich gesagt ist das ein Gefühl, das ich viel zu oft bei der Platte habe. Zumindest wenn man bedenkt, dass SLASH ein absoluter Ausnahmemusiker ist und einer der wichtigsten Gründe für mich als Teenie war, selber eine Gitarre in die Hand zu nehmen. Viele der Songs sind „ganz gut" und ein paar richtig klasse, aber mit einigen kann ich einfach nicht in dem Maße warm werden, wie ich es mir gewünscht hätte. Vor allem, wenn ich im Vergleich die SLASH'S SNAKEPIT von Mitte der 90iger auflege: „It's Five O'Clock Somewhere" ist ein dreckiger Bastard aus Blues, Rock und Metal, der mich in den letzten Wochen mal wieder zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat. Und Songs von dem Kaliber finde ich hier leider zu wenig.

Aber hier schließt sich der Kreis zur Einleitung: Während „It's Five..." mit einer Band entstand, ist SLASH bei diesem Projekt wesentlich stärker alleine für die Musik verantwortlich. Vielleicht fehlt ihm da einfach ein wenig der Input beim Schreiben. Auf der anderen Seite hat er ja mit Leuten wie Dave Grohl mehr als fähige Musiker mit an Bord gehabt, die ihm halfen, seine Vision umzusetzen...

Man verstehe mich nicht falsch: "Slash" hat ein paar wirklich gute Songs (witzigerweise unter anderem sogar eine Ballade mit dem MAROON 5 Sänger) mit dabei. Aber in den wenigsten Fällen sind es wirkliche Kracher. Ich höre die Platte gerne, aber sie bietet lange nicht so viel , wie ich gehofft habe. Im direkten Vergleich entscheide ich mich ohne zu zögern und sofort wieder für „It's Five O´Clock Somewhere". Da hätte noch mehr gehen können...

Tracklisting:

01. Ghost (Ian Astbury) 3:37
02. Crucify The Dead (Ozzy Osbourne) 4:06
03. Beautiful Dangerous (Fergie) 4:41
04. Back From Cali (Myles Kennedy)
05. Promise (Chris Cornell) 4:42
06. By The Sword (Andrew Stockdale) 4:53
07. Gotten (Adam Levine) 5:04
08. Doctor Alibi (Lemmy Kilmister) 3:11
09. Watch This (Dave Grohl/Duff McKagan) 3:49
10. I Hold On (Kid Rock) 4:18
11. Nothing To Say (M. Shadows) 5:28
12. Starlight (Myles Kennedy) 5:28
13. Saint Is A Sinner Too (Rocco De Luca) 3:29
14. We're All Gonna Die (Iggy Pop) 4:31
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Kommentare (5)add comment

Chrischi:

Chrischi
...
Schade, dass du das Album "nur" mit 6,5 Punkten bewertest. Ich finde die Scheibe grandios, sie läuft bei mir rauf und runter. Gerade "Beautiful Dangerous", bei dem Fergie stark an Axl Rose erinnert, finde ich saustark, und "Ghost" und "Crucify The Dead" sind ebenfalls erste Sahne.
 
09. April 2010
Stimmen: +0

kai:

kai
...
Ja, ich hätte mir so ein Aha-Erlebnis auch gewünscht. Dafür läuft jetzt aber die Snakepit bei mir rauf und runter. Mir fehlt ein wenig die eigene Linie bei den Songs hier.
 
09. April 2010
Stimmen: +0

Chrischi:

Chrischi
...
Vielleicht sehe ich das anders, weil ich die Snakepit-Sachen nicht kenne. Für mich ist Slash mit dieser CD jedenfalls definitiv näher an dem GNR-Sound als Axl Rose mit "Chinese Democracy".
 
09. April 2010
Stimmen: +0

chris:

chris
...
Ich mag die Snakepit-Scheibe auch sehr, aber "Slash" ist ebenfalls ein cooles, zeitloses und für mich tolles Album. Mann muss es für sich und abseits von GNR und Slashs Trademarks sehen... mit derartigen Vergleichen wird man dem Ansatz des Albums gar nicht gerecht.
 
09. April 2010
Stimmen: +0

Chrischi:

Chrischi
...
Wobei die Wurzeln teilweise schon durscheinen. Fergie ähnelt im Refrain von "Beautiful Dangerous" dem alten Axl schon ziemlich. Ich finde, obwohl die einzelnen Songs auf die Sänger abgestimmt sind, ergibt sich ein homogenes Album. Bin mal gespannt, wann meine Classic Rock-Version mit Heft, Bonustracks und pipapo eintrudelt :-)
 
09. April 2010
Stimmen: +0

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