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Artikel - CD Review Archiv Blind Guardian - Memories Of A Time To Come

Blind Guardian - Memories Of A Time To Come

Beitrag bewerten: 1 Votes | Ø 5.00

CD Review

Geschrieben von: Dirk   
Montag, den 16. Januar 2012 um 12:43 Uhr
Blind Guardian_-_Best_Of

Stil (Spielzeit):
Melodic Power Metal (176:13)
Label / Vertrieb (V.Ö.): Virgin/EMI (20.01.2012)
Bewertung: keine Wertung
http://www.blind-guardian.com/

Auch wenn ich grundsätzlich kein Freund von "Best Of"-Compilations bin, da ich den allermeisten Fällen die Notwendigkeit gerade im Metal-Bereich anzweifele, gibt es auch immer wieder mal rühmliche Ausnahmen. Und wenn eine Band wie BLIND GUARDIAN, die sich in 25 Jahren Bandgeschichte als Aushängeschild des Metals Made in Germany etabliert hat, um nicht zusagen dieses Genre auch weltweit anführt, mit einem „Best Of" Album bei ihren treuen Fans bedankt, dann findet das grundsätzlich meine Zustimmung.

Worüber man natürlich immer streiten kann, ist die Auswahl der Songs für solch ein Album. Die Hard Fans finden immer Faves, die sie vermissen, aber irgendwann muss eine Band ja mal Streichungen vornehmen, um die ganze Geschichte nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Für dieses Review stand uns die reguläre Doppel-CD (also CD 1 und CD 2 aus der Tracklist weiter unten) zur Verfügung. BLIND GUARDIAN haben für „Memories Of A Time To Come – Best Of" 16 Tracks ausgewählt, und meines Wissens sind Titel von allen neun Studioalben vertreten.
Da die Songs nicht einfach nur von den alten Tapes gezogen, sondern größtenteils neu remixed oder sogar komplett neu eingespielt wurden, wird das Werk natürlich auch für die Fans interessant, die bereits den kompletten Backkatalog der Band in ihrer Sammlung haben. Das ist aber auch der Grund, warum ich nicht auf die einzelnen Songs eingehe, denn jeder BLIND GUARDIAN Fan ist eh mit dem Material vertraut.
Und die Leute die mit der Band bisher nichts anfangen konnten, wird auch diese Zusammenstellung nicht vom Gegenteil überzeugen.
Ich persönlich habe „Welcome To Dying", bei dem ich Live auch heute noch regelmäßig ausraste, und „Lost In A Twilight Hall" von meinem Lieblingsalbum „Tales From The Twilight World" vermisst. Aber so wird jeder Fan in der Tracklist Songs vermissen und/oder Überraschungen erleben

Fazit: „Memories Of A Time To Come" ist eine der wenigen „Best Of" CDs, die ich bedenkenlos empfehlen kann. Allerdings würde ich mir dann die Limited Deluxe Edition zulegen, da man hier noch mehr Goodies für sein Geld bekommt.
Wie immer haben BLIND GUARDIAN keine halben Sachen abgeliefert, sondern sich ordentlich ins Zeug gelegt. So und nicht anders kennt man Hansi Kürsch und Co., und im Grunde bleibt mir nur noch auch in Namen vom BurnYourEars Webzine zum Jubiläum zu gratulieren.

Hier die Tracklist von „Memories Of A Time To Come / Best Of" (limited deluxe edition). Für dieses Review standen uns jedoch nur die beiden CDs des regulären Doppel-Albums zur Verfügung:

CD 1:

01. Imaginations From The Other Side (7:11) *
02. Nightfall (5:34) *
03. Ride Into Obsession (4:46) *
04. Somewhere Far Beyond (7:32) *
05. Majesty (7:29) *
06. Traveler In Time (6:01) *
07. Follow The Blind (7:11) *
08. The Last Candle (6:03) *

CD 2:

01. Sacred Worlds (9:17)
02. This Will Never End (5:07) *
03. Valhalla (5:13) **
04. Bright Eyes (5:15) *
05. Mirror Mirror (5:09) *
06. The Bard's Song (In The Forest) (3:26) *
07. The Bard's Song (The Hobbit) (3:41) **
08. And Then There Was Silence (14:06) **

CD 3: (only available with the deluxe limited edition)

01. Brian ***
02. Halloween (The Wizard's Crown) ***
03. Lucifer's Heritage ***
04. Symphonies Of Doom ***
05. Dead Of The Night ***
06. Majesty
07. Trial By The Archon
08. Battalions Of Fear
09. Run For The Night
10. Lost In The Twilight Hall
11. Tommyknockers
12. Ashes To Ashes
13. Time What Is Time
14. A Past And Future Secret
15. The Script For My Requiem

* Remixed 2011
** Re-recorded 2011
*** Reworked 2011
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Kommentare (1)add comment

Chrischi:

Chrischi
...
Die von dir angegebene Spielzeit bezieht sich aber nicht auf die Doppel-CD, sondern auf die Dreifach-CD, die ich sowohl Fans als auch Neueinsteigern eher empfehlen würde - einfach, weil man auf der dritten CD auch noch die Anfänge der Band und eine Entwicklung hören kann. Zudem sind in Form der Demos auch noch weitere Songs einiger Alben enthalten, die man auf der regulären Doppel-CD eventuell vergeblich sucht. Auch ich vermisse ein paar meiner persönlichen Faves, z.B. "Into The Storm", "Banish From Sanctuary", "Time Stands Still (At The Iron Hill)" und andere. Man kann es halt nicht allen recht machen bei der Trackauswahl. Allerdings sind die Kapazitäten auf CD 1 und 2 mit je ca. 50 Minuten auch weit davon entfernt, ausgereizt zu sein. Da hätte man ruhig noch mehr Material drauf packen können.

Andererseits hätte das auch mehr Arbeit bedeutet, denn sämtliche Songs (bis auf die von "At The Edge Of Time") wurden ja remixed bzw. neu eingespielt. Und das meiner Meinung nach sehr gelungen. Bei den Remixen hört man tatsächlich teils deutliche Unterschiede im Vergleich zu den Originalen. Details, die man vorher noch nie gehört hat, kommen zum Vorschein, an anderen Stellen wurde der Bombast etwas zurück genommen, so dass die Nummern in den Neuabmischungen mehr nach den reduzierten Liveversionen klingen. Die Neueinspielungen sind gut gelungen, auch wenn eigentlich niemand noch eine (Orchester-)Version von "The Bard's Song" braucht, nachdem der Song vor ein paar Jahren ja auch neu aufgenommen als Single erschien. Erwähnenswert finde ich auch, dass wieder Kai Hansen für die "Valhalla"-Neueinspielung gewonnen werden konnte und die Version knackiger und besser produziert, aber immer noch leicht schnodderig und lässig klingt. Das haben die Krefelder sehr gut hin bekommen, genauso wie die Neueinspielung von "And Then There Was Silence", die mehr der Liveversion ohne allergrößten Pomp angepasst wurde.

Die Dreifach-CD kommt im Digipack, im Booklet finden sich Linernotes von Hansi Kürsch, die recht interessant zu lesen sind. Schade nur, dass die Songtexte fehlen. Bis auf ein paar kleine Schönheitsfehler taugt "Memories Of A Time To Come" als Rückblick auf 25 Jahre Blind Guardian meiner Meinung nach sehr gut, auch wenn noch Luft nach oben wäre (beispielsweise mit weiteren Songs, da die CDs alles andere als prall gefüllt sind - auf CD 3 geht's komischerweise, die läuft über 70 Minuten).
 
31. Januar 2012
Stimmen: -1

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