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Artikel - CD Archiv Neaera - Omnicide / Creation Unleashed

Neaera - Omnicide / Creation Unleashed

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CD-Review

Geschrieben von: Kai   
Dienstag, den 26. Mai 2009 um 18:26 Uhr



Stil (Spielzeit): Deathmetal (44:07)
Label/Vertrieb (VÖ):
Metalblade / SPV (22.05.09)
Bewertung: 8 / 10

http://www.neaera.com/

Und NEAERAs Pfad weg vom MetalCore geht weiter: Auf „Omnicide - Creation Unleashed" präsentieren sich die Münsteraner noch einen Hauch böser als man es gewohnt war. Und streuen diesmal auch mehr tiefschwarze Melodien mit ein.

Sie sind jetzt also endlich knietief im Deathmetal angekommen und nutzen die Core-Aspekte tatsächlich nur noch als Variationsmöglichkeit innerhalb ihres Sounds - ebenso wie die grade erwähnten Blackmetal-Einflüsse. Ich muss auch sagen, dass mir die hohn Screams von Sänger Benni noch nie so gut gefallen haben, wie auf dem aktuellen Werk des Quartetts. Gleichzeitig fällt aber auch auf, dass hier mittlerweile gerne mal Screams und tiefe Growls übereinander gemischt werden und somit noch mal eine ganz eigene Stimmung hervorrufen.

Auch wenn die Core-Momente im weiter aussterben machen sie sich doch recht gut innerhalb des Gesamtwerkes, da sie an den paar Stellen, an denen sie überhaupt noch vorkommen, wirklichen Zündstoff bieten können ohne nach Gimmik oder Überbleibsel zu klingen. Überhaupt machen NEAERA hier viele Punkte in Sachen Songwriting, welches variabel und ziemlich druckvoll ausgefallen ist. Neben dem Geschredder und der Durazel-Hasen-Double-Bass (ich liebe aber auch die Blastbeats!) gibt es hier mehrere Hände voller guter Melodien in den Riffs zu finden. Und genau an diesen Punkten kann man ihre Entwicklung nachvollziehen: während bestimmte Riffs auf „The Rising Tide Of Oblivion" noch wesentlich straighter ausgefallen wären, nehmen sie jetzt ein paar andere Melodiebögen unter Beschuss und kreieren so eine gewisse Blackmetalatmosphäre, welche ihnen im Jahre 2009 auch ganz zu stehen scheint.

Ausgerüstet mit 10 Songs zeigen die Münsteraner, dass sie als pure Metalheads ernst genommen werden dürfen, vergraulen ihre alten Fans aber hoffentlich nicht wirklich (bzw. nur in Raten). Obwohl verglichen mit MAROON, die ja auf ihrem neuen Werk auch schon vieles neu gemacht haben, sind sie schon wesentlich deutlicher und offensichtlicher der MetalCore-Schublade entwachsen.


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