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Artikel - CD Archiv Opeth - The Roundhouse Tapes

Opeth - The Roundhouse Tapes

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CD-Review

Geschrieben von: Patrick   
Montag, den 29. Dezember 2008 um 14:44 Uhr

Stil (Spielzeit): Progressive Death Metal (95:21)
Label/Vertrieb (VÖ): Peaceville/SPV (02.11.07)
Bewertung: 9,5/10

Link: http://www.opeth.com/
http://www.myspace.com/opeth

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis OPETH der Live DVD „Lamantations“ von 2003, ein amtliches Live Album folgen lassen. Dieses liegt nun mit „The Roundhouse Tapes“ endlich vor und enthält das Konzert aus dem Camden Roundhouse in London vom 9. November 2006 auf zwei Silberlingen. Die Setlist deckt fast alle Schaffensperioden der Schweden ab, lediglich der 2002er Output „Deliverance“ bleibt komplett außen vor. 

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass „The Roundhouse Tapes“ meine erste bewusste Auseinandersetzung mit OPETH ist. Und, was soll ich sagen, die Schweden haben mich vollkommen aus den Socken geblasen. Songs wie „Ghost Of Perdition“ oder der Überhammer „Blackwater Park“ nehmen den Hörer mit auf faszinierende Reisen durch tiefste Trauer, entfesselte Wut aber auch zum kleinen, gleissenden Licht am Ende des Tunnels. Feinster, unglaublich facettenreicher Progressive Death Metal auf allerhöchstem Niveau und mit garantiertem Gänsehautfeeling wird hier mit einer musikalischen Virtuosität auf die Bühne gebracht, dass ich jeden Fan, der das live erleben durfte, bis auf die Knochen beneide. Man vergisst alles um sich herum, wenn sich die hypnotischen Riffs, die bis ins Mark gehenden Growls und Shouts und das mitreißende Drumming tief ins Gehirn fressen, und einen in erschauernde Verzückung versetzen. Am liebsten würde man die, bis zum Gehtnichtmehr verdichtete, Atmosphäre in Scheiben schneiden, und sich jeden Morgen dick aufs Butterbrot schmieren. 

Gestützt wird dieses Monument an Musik durch den dynamischen und, in jeder Sekunde, druckvollen Sound und die perfekt abgemischten Zuschauer.
Der einzige minimale Wehrmutstropfen, der aber Käufern der Verkaufsversion herzlich egal sein dürfte, ist dieses elende Piepgeräusch, welches in jedem Song mehrmals zu hören ist. Kopierschutz ist ja gut und schön, aber das Piepen holt einen immer wieder aus der wohltuenden Trance, in die einen diese fesselnde Musik versetzt. 

Alles in Allem vergebe ich eine uneingeschränkte, aber sowas von uneingeschränkte, Kaufempfehlung an jeden, der solch grandioser Musik auch gerne mal einen ganzen Abend opfert und sich dabei vollkommen willenlos mitreißen lässt.

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