Dont - Massacre For Love

Review



Label/Vertrieb: Eigenproduktion 

Bewertung: Fieser ExtremMetal-Crossover aus heimischen Gefilden

Link: http://www.dontmetal.com

Ham, schmatz, lecker! Es gibt wieder neues Frischfleisch aus den Tiefen des Hartwurst-Undergrounds. Genau genommen kommen Don’t aus der Harzregion und braten uns mit „Massacre For Love“ ihren zweiten (labelosen) Longplayer um die Löffel. 
Deftig und herzhaft sag ich nur! Unter dem Deckmantel des Hardcore wütet ein schlechtgelauntes Monster umher, das verschiedenste Stilrichtungen seine Höhle nennt. Der Opener „Albtrauma“ ist eine mit Crustcore versehene Death Metal-Walze, „Feed The Flames“ hingegen wütet mit klassischem Thash-Riffing im Metalcore-Moshgewühl. Ein Überraschungsangriff ist ganz klar die treibende Metalhymne „Coffin Heart“, die beinahe auch von einer Vikingband hätte stammen können. Prügelnde Grindattacken geben einem aber immer wieder Orientierung – die Extreme sind vorherrschend. Tödliche aber auch noisige Bands wie Carcass, Neurosis oder Zao haben hörbar ihre Blutspuren hinterlassen. Ein klarer Pluspunkt für Don’t, denn gehässige Breaks und fiese Prog-Erruptionen lassen keine satte Dynamik missen. Auch den Wechsel von Englischen und Deutschen Texten haben die fünf Jungs fest im Griff. Ob gegrunzt oder unheilvoll gesprochen wie in der Düsternummer „Estrella“, jedes Wort sitzt. 
Eine geschmackvolle Produktion, die nette Aufmachung und der gelungene Crossover aus Death, Grind und Core rechtfertigen einen Support im Wert von 10 Euro.

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