Sawhill Sacrifice - Pimeyteen Ja Kuolemaan

Sawhill Sacrifice - Pimeyteen Ja Kuolemaan
    Atmospheric Black Metal

    Label: Wolfspell Records
    VÖ: 31.10.2017
    Bewertung:7/10

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Während draußen Sturmtief „Burglind“ ihr Unwesen treibt, wüten in meinem Zimmer SAWHILL SACRIFICE, die aus den Lautsprechern schallen. Mit dem neuen Album „Pimeyteen Ja Kuolemaan“ fegen die schwarzkalten Winde über meinen Schreibtisch und lassen Gänsehaut den Rücken hochkriechen.

Ganz im Gegensatz zu so vielen anderen Atmospheric Black Metal-Bands folgen SAWHILL SACRIFICE auf ihrem neuesten Album keinem Großkonzept, sondern jedes einzelne Lied spricht für sich – und das macht die Scheibe auch so unglaublich interessant!

Zugegebenermaßen sind die Orchestral-Synthies schon etwas billig (das Intro „Kutsu“ hätte man eigentlich weglassen können), dafür punktet das Quintett mit vollen Black Metal Screams, die die sakrale Atmosphäre gekonnt unterstreichen. Was mir außerdem super an dieser dunklen Messe gefällt, ist, dass uns die Finnen super viele kleine Details präsentieren, die beim ersten Hören vielleicht nicht sofort zu finden sind, denn die Schwarzmetaller schmücken sich nicht in überzogenem Virtuosentum, sondern zaubern eine Gesamtheit.

Black Metal in Space?

Noch einen besonderen Fußabdruck hinterlassen SAWHILL SACRIFICE mit ihrem mönchhaften Clean-Gesang, der sowohl Energie als auch den Vorteil der Diversität auf die Platte bringt. Zusammen mit einigen akustischen Gitarrenparts gelingt es der Band, die verschiedenen Thematiken in den Songs zu übermitteln. Etwas befremdlich für alteingesessene Black Metal-Liebhaber könnte daher das Lied „Kosmos“ sein, da es mit seiner außergewöhnlichen Thematik über – oh Wunder – das All entsprechende Atmosphären vertont.

Auch gegen Ende der Scheibe machen die Finnen nicht schlapp. Umwerfende paganartige Melodien und Riffs schmücken die letzten paar Songs. Am besten blieben mir „Minä Palvelen Saatana“ und „Lopullisen Voiman Äiti“ im Ohr, doch auch die Nachspielzeit, ein NOKTURNAL MORTUM Coversong von „Valkyria“, frisst einen mit Haut und Haaren. Man merkt jedoch, dass der Song eindeutig nicht von SAWHILL SACRIFICE stammt, da der Stil ziemlich genau von NOKTURNAL MORTUM übernommen wurde. Auch der begleitende melancholische Frauengesang gefällt mir – wer die Person genau ist, die dahintersteckt, weiß ich jedoch nicht.

Fazit: Gerade bei den Feinheiten der orchestralen Teile ist noch ziemlich viel Luft nach oben. Doch was SAWHILL SACRIFICE zu dem macht, was sie sind, und auch von vielen anderen Bands abhebt, ist ihr Mut zum Anderssein.

Tracklist:

Kutsu 01:43
Sota Edessämme 05:28
Minä Palvelen Saatanaa 05:31
Kosmos 07:39
Yksi Ainoa Totuus 04:17
Lopullisen Voiman Äiti 04:23
Huutoni Universumiin 05:42
Pimeyteen 05:32
Valkyria (Nokturnal Mortum cover) 11:56

Die Band:

Thimns - Vocals
Blade - Guitars
Mandarax - Guitars
B. Bogdanowitch - Bass
Lima - Drums

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