Absurdity - D:/Evolution

absurdity

Stil (Spielzeit):
Deathmetal / Metalcore (36:28)
Label/Vertrieb (VÖ): Ultimhate / Twilight (14.10.11)
Bewertung: knapp 6 / 10

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Ultimhate Records bringen ja echt eine Menge raus – aber dabei schwankt die Qualität der Releases auch ganz ordentlich. Mit ABSURDITY gibt es jetzt modernen, HC-geschwängerten Deathmetal, der ein klein wenig Industrial an Bord zu haben scheint. Zumindest wirken die Samples und Studio-Kniffe so, als wollten sie diesen Eindruck erwecken.

Das Problem bei den Franzosen ist, dass sie – wenn sie nicht grade moshen – immer nach dem Motte „Viel hilft viel" gehen und dabei ihre Songs teilweise überfrachten. Vor allem die Drums nerven manchmal bei den ADS-Attacken – da können die einigermaßen melodischen Parts auch nicht mehr alles raushauen. Und ganz ehrlich: die Samples und Sounds bringen's auch irgendwie nicht so richtig... bei „Sneaking Data" nervt es sogar richtig.

ABSURDITY gehen hier teilweise recht stark ans Eingemachte des Deathmetals und klingen wirklich ziemlich böse – nur leider fehlt ab und zu ein wenig Dynamik, um die bösen Parts auch unterstreichen zu können. In erster Linie sind sie schnell unterwegs und haben einen ziemlich unerbittlichen Schreihals am Mikro. Die Breakdowns kommen da eigentlich ganz gelegen, weil dann die Dauerrotation mal etwas unterbrochen werden kann.

An und für sich haben ABSURDITY mit „D:/evolution" gar kein schlechtes Album vorgelegt. Es nervt nur etwas, wie man versucht hat, hier mehr rauszuholen, als drin ist. Die Musikbezeichnung der Band selber lautet „Massive Moshing Death Metal" und bei der Produktion hat man sich ein paar Mal zu oft gesagt: „Hey, wäre das nicht cool, wenn wir...". Ansonsten ist das hier ein Standardalbum, welches vor allem durch seine Bösartigkeit punktet und eher weniger durch Individualismus. Aufgrund der Durchschlagskraft also noch mal knapp sechs Punkte.

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