Damageplan - New Found Power

Review

Ihr wollt ein Album, das Euch die Scheiße aus dem Hirn prügelt, dabei melodisch und akzentuiert vorgeht, nahezu keinen schwachen Song enthält und in der Tradition der alten Helden Pantera steht? Ihr wollt einen Gitarrensound, dessen Aggressivität Euch die Haut vom Körper zieht? Riffs, die Herz und Hose gleichsam Heimat nennen? Welcome Dimebag Darrell, what's up Vinnie Paul - hier sind die beiden Texaner mit Damageplan und ihrem Killerdebüt „New Found Power" (Elektra)!

Was die Brüder und Ex-Panteras zusammen mit Sänger Pat Lachman (Halford/Diesel Machine) und Bassist Bob Kakaha auf die Beine gestellt haben, sprüht vor Energie und Dynamik. Der Schriftzug von Dimebag ist unverkennbar und kommt schon allein in den schräg-noisigen Soligewitter zum Ausdruck. Die Sechssaitige und besonders der Bass wird hier einen ganzen Zacken erdiger gespielt als zu Panterazeiten, viele Songs walzen Dich eher zugrunde, als dass sie Dir direkt ins Gesicht springen.

Das, was Pantera im Laufe ihren letzten Veröffentlichungen verloren haben, zeigt sich hier in alter Frische: Die Songs haben Profil und setzen sich fest, geben Gas und lassen dennoch Raum für Melodien und Harmonien. Lachman singt, kreischt und growlt sich das Zäpfchen blutig, ein Phil Anselmo hätte das auch nicht viel besser hinbekommen. „Vulgar Display Of Power Pt. II" liegt trotz allem nicht vor, dafür klingen die Songs insgesamt ein wenig zu gleichförmig.

Dennoch ist genau das der Stoff, aus dem Headbanger's Träume geformt sind, und „New Found Power" demnach absolutes Pflichtprogramm.