Scars Of Tomorrow - The Horror Of Realization


Review

Stil (Spielzeit): Metalcore (36:26)
Label/Vertrieb (VÖ): Victory/Soulfood (17.10.2005)
Bewertung: Da hat jemand seine Hausaufgaben gemacht (8/10)
Link: http://www.scarsoftomorrow.net
Ehrlich gesagt habe ich gar nicht richtig mitbekommen, dass Scars Of Tomorrow ein neues Album aufgenommen haben; auf einmal war es da. Umso erfreulicher ist es, dass die Band sich erstens offensichtlich zum positiven weiterentwickelt hat und zweitens das Album folglich auch sehr gut geworden ist.
Der Nachfolger zum 2004-er „Rope Tied To The Trigger" zeigt eine insgesamt weit abwechslungsreichere und komplexere Gitarrenarbeit. Genauso gut und abwechslungsreich ist auch das Songwriting geworden. Scars Of Tomorrow leiten den Hörer nun fast schon erschreckend gut durch die Songs, die einzelnen Riffs wirken einfach wie für einander geschaffen und so passt alles wie Arsch auf Eimer. Ebenfalls neu sind die drei instrumentalen Songs „SSNOVA", „4SMITH" und „ONTHE15" auf „The Horror Of Realization", die eine ruhige aber trotzdem „noisige" Atmosphäre versprühen und die Band mal von einer ganz anderen Seite zeigen.
Mein Fazit: Scars Of Tomorrow haben mit „The Horror Of Realization" ein riesigen Schritt getan. Weg von dem mehr oder weniger stumpfen Geholze auf den Vorgängern hin zu vielseitigem Songwriting, welches jedoch nie den typischen Scars Of Tomorrow-Sound vergessen lässt. Eine richtig gute Platte, die zwar nicht das beste Metalcore-Album in diesem Jahr ist, aber sicherlich eine Menge verdammt gute Songs beinhaltet.
Als Guest-Vocalist hat sich die Band bei dem Song „The Hidden Grudge" übrigens keinen anderen als Alex Varkatzas von Atreyu eingeladen. Echter Anspieltipp!