Am 24.02.2026 legte das Dreiergespann einen Stopp in München ein und bescherte den zahlreichen Besuchern einen spektakulären Konzertabend.
MAKE THEM SUFFER – Pure Energie gleich zu Beginn des Abends

Die australische Metalcore Band um Leadsänger Sean Harmanis machte den Anfang und startete ihr rund 30-minütiges Set mit dem Song „Ghost Of Me“ vom aktuellsten Album „Make Them Suffer“. Eine Aufwärmphase gab es nicht, denn die Band startete von der ersten Sekunde an mit einem Energielevel, welches an diesem Abend unübertroffen blieb.
Die fünf Musiker waren ständig in Bewegung und legten zwischendurch immer wieder gemeinsame Headband-Einlagen ein. Es dauerte daher auch nicht lange, bis sich das Publikum mitreißen ließ. Spätestens beim letzten Song „Doomswitch“ hatte die Gruppe die Menge ganz auf ihrer Seite und so folgten gleich mehrere Personen der Aufforderung des Sängers, mit dem Crowdsurfen loszulegen. Zum finalen Breakdown des Stückes wurde schließlich noch ein ordentlicher Moshpit eröffnet, ehe sich die Band nach insgesamt sieben Songs wieder verabschiedete.
DAYSEEKER – Sanftere Klänge zur Abwechslung

Nach einer kurzen Umbaupause waren die Kalifornier von DAYSEEKER an der Reihe. Mit im Gepäck hatten sie ihr erst im Oktober 2025 veröffentlichtes Album „Creature In The Black Night“, weshalb auch die Hälfte ihres Sets aus Songs der neuen Platte bestand.
Zum Einstieg wurde gleich der beliebteste Track „Pale Moonlight“ des erwähnten Albums gespielt, was die vielen Fans gefreut haben dürfte. Denn wenn man sich die Bandshirts im Publikum einmal etwas genauer angesehen hat, bemerkte man neben den Headliner-Shirts eben auch zahlreiches DAYSEEKER-Merch.
Die Bühnenbeleuchtung fiel während des gesamten Konzerts zurückhaltend minimalistisch aus: Rotes oder blaues Licht, leichter Nebel und passendes Artwork vom neuen Album auf den Bildschirmen an der Rückwand der Bühne. So konnte man sich ungehindert auf die eindringliche Stimme von Rory einlassen. Im Vergleich zu den anderen Acts des Abends besteht der Gesang von DAYSEEKER nämlich zu einem großen Teil aus eher cleanen Vocals.
Zum dritten Stück wurden dann die Besucher erstmals in das Geschehen involviert. Passend zu dem eher ruhigen Song „Burial Plot“ erleuchteten sie die komplette Konzerthalle mit einem Lichtermeer aus Feuerzeugen und Smartphone-Lampen. Im Anschluss folgte die nächste Ballade „Crawl Back To My Coffin“, ehe eine der härteren Nummern des Sets „Bloodlust“ gespielt wurde. Hier wurde zum Breakdown sogar ein Moshpit eröffnet.
Es folgten noch vier weitere Stücke, bis die rund 45-minütige Show schließlich mit „Neon Grave“ beendet wurde.
MOTIONLESS IN WHITE – Headliner mit spektakulärer Bühnenshow

Gegen 21 Uhr war es dann soweit – die Headliner des Abends, MOTIONLESS IN WHITE, starteten mit einem außergewöhnlichen Intro ihr Konzert. Alles war dunkel, als die Bildschirmwand auf der Bühne plötzlich grün aufleuchtete und der Track „OIIA OIIA“ mit dem passenden Video der „Spinning Cat“ abgespielt wurde. Das war definitiv kein Intro, das man sich bei einem Metal-Konzert vorstellt, aber die Besucher feierten es und ließen sich auf einen kurzen Rave ein.
Direkt im Anschluss ging es mit dem Brett „Meltdown“ los. Nach kurzer Zeit wurde jedem klar, dass man an dem heutigen Abend noch ordentlich was geboten bekommt. Beim ersten Breakdown des Songs wurde die Halle durch Flammen erleuchtet. Doch für den zweiten Breakdown wurde noch eine Schippe drauf gelegt:
Neben den leuchtenden Flammen-Fontänen standen nun zusätzlich noch die CHERRY BOMBS – eine selbsternannte Girl-Gang, die für die Show- und Tanzeinlagen zuständig ist – mit Fackeln auf der Bühne und boten eine Feuershow, die ihresgleichen sucht.
Nach der spektakulären Showeinlage gleich zu Beginn des Konzerts ließ es sich Sänger Chris Motionless nicht nehmen, kurz mit dem Publikum zu interagieren. Er heizte die Menge gezielt an, um im nächsten Moment mit „Sign Of Life“ das Programm weiter abzuspulen. Auch hier wurde wieder einiges geboten. Die CHERRY BOMBS kamen erneut mit auf die Bühne und sorgten mit passendem Equipment für beeindruckenden Funkenflug. Dabei hatte jede Darstellerin einen Winkelschleifer in der Hand, der in Verbindung mit einem Metalgürtel um die Hüften ordentlich Funken sprühen ließ.
Als dritten Track hatte sich die Band für „A-M-E-R-I-C-A“ entschieden. Ein älteres Stück vom zweiten Studioalbum, dessen Refrain nahezu alle Besucher mitgröhlen konnten. Kurze Zeit später wurde nicht nur ich etwas überrascht, als plötzlich die halbe Konzerthalle in eine Wolke aus Konfetti gehüllt wurde. Das Publikum war jedoch sichtlich erfreut und durfte das Lied im Konfettiregen zu Ende hören.
Nach gerade einmal drei Songs wurde also schon alles Mögliche an Special-Effects ausgepackt, was es für mich im Fotograben, aber ebenso für die Zuschauer im Publikum sehr aufregend machte. Doch auch im Anschluss wurde bei dem rund 90-minütigen Konzert regelmäßig für Showeinlagen auf der Bühne gesorgt.
Fazit
Das Event im Detail wiederzugeben, würde hier wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Daher will ich mich relativ kurz halten und eine absolute Empfehlung aussprechen: Wer Spaß an Metalcore mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm hat, sollte sich (mindestens) einmal ein Konzert von MOTIONLESS IN WHITE live ansehen.
Die Chancen stehen gut, die Band spätestens nächstes Jahr wieder in Deutschland erleben zu können. Mit der Veröffentlichung ihrer neuen Single „Afraid Of The Dark“ haben sie zugleich ein neues Album für 2026 angekündigt. Das genaue Datum steht allerdings noch nicht fest.
