Geschrieben von Freitag, 04 September 2026 22:16

WINE LIPS im Berliner Lido: Garagen-Psych-Schweißausbruch am Sonntagabend

WINE LIPS im Lido Berlin WINE LIPS im Lido Berlin Fotos: Heiko Becker

Am 30.08.2026 verwandelte sich das Berliner Lido in ein dampfendes Epizentrum kanadischer Live-Energie. Die Garagen-Psych-Punks von WINE LIPS hatten ihr frisch veröffentlichtes Album „TV Dinner“ im Gepäck – und machten von der ersten Sekunde an keine Gefangenen.

Das Aufwärmprogramm: The Boojums

Als Anheizer agierten die ebenfalls aus Kanada stammenden THE BOOJUMS. Das Trio verstand es exzellent, die Menge auf Betriebstemperatur zu bringen. Mit einem knackigen, gut 40-minütigen Set lieferten sie den perfekten Nährboden für das, was noch folgen sollte.
THE BOOJUMS Lido 20260830 17THE BOOJUMS im Lido Berlin

70 Minuten Hochspannung im Lido

Als der Hauptact die Bühne betrat, war die Halle zu soliden 80 Prozent gefüllt – genug Platz für eine anständige Dynamik im Infield, aber dicht genug für echte Club-Hitze. WINE LIPS brannten ein gut 70-minütiges Vollgas-Set ab, das die Menge in kollektive Bewegung versetzte. Der energetische Fuzz-Sound animierte die Crowd rasch zu engagiertem Crowdsurfen und vereinzelten Stage Dives.

WINE LIPS im Lido

Ohne große Schnörkel ballerte die Band ihre Hochgeschwindigkeits-Riffs durch die Boxen und entließ ein verschwitztes, erschöpftes, aber überglückliches Publikum in die Berliner Sonntagnacht.

Fazit: Ein wunderbar direkter, unkomplizierter Garage-Punk-Abend, der mal wieder bewies, wie viel Urgewalt in kompakten Clubshows steckt.

WINE LIPS im Lido

Heiko

Ich bin Heiko Becker, gebürtiger Schleswig-Holsteiner und seit vielen Jahren in Berlin zu Hause. Meine musikalische Herkunft liegt im Grunge und der „angezerrten Gitarrenmusik“ der frühen 90er – Bands wie Nirvana, Guns N’ Roses, AC/DC, Pearl Jam, Foo Fighters, Machine Head, Pantera, Slayer, Metallica, Paradise Lost und Sick Of It All gehören zu meinen prägendsten Lieblingsbands. Aber auch Rap, Hip-Hop und Songwriter begeistern mich, solange die Musik handgemacht ist und bei mir Emotionen weckt.

Viele Jahre war ich als normaler Besucher auf Festivals wie Roskilde, Wacken Open Air, Hurricane Festival und Dynamo Open Air unterwegs. Seit 2024 darf ich endlich als akkreditierter Fotograf dabei sein und tolle Bilder von diesen besonderen Momenten machen.

Musik für mich ist immer eine emotionale Erfahrung – egal ob im Publikum oder hinter der Kamera, Hauptsache, sie berührt und bleibt im Gedächtnis.