The Bar Stool Preachers - Blatant Propaganda

The Bar Stool Preachers - Blatant Propaganda
    Punk, Ska, Reggae, Mod

    Label: Destiny Records
    VÖ: 23.06.17
    Bewertung:7/10

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Nachdem ich jüngst amerikanischen Punkrock mit Ska und Reggae besprochen habe, ist heute etwas Ähnliches aus England am Start: die BAR STOOL PREACHERS. Und es ist schon zu hören, wie stark sich hier der lokale Einfluss zeigt, denn obwohl die BSP und AUTHORITY ZERO (das Review von gestern) ganz grob gesehen in ähnlichen Gefilden wildern, klingen ihre Endergebnisse unfassbar anders.

Die BAR STOOL PREACHERS klingen manchmal wirklich sehr britisch und dann kommt auch so ein wenig Mod-Feeling auf. Aber auch britische Bands wie MADNESS, COCK SPARRER, THE SPECIALS oder THE CLASH klingen mal kurz an. Denn die Ska-Sache nehmen sie schon ziemlich ernst. Zwar müssen die Gitarren dafür nicht zwangsläufig clean sein, aber dafür kommen gerne mal eine Orgel oder Bläser unterstützend dazu. Aber wie gesagt, das ist eher unterstützend gemeint, da die PREACHERS vom Lineup eher eine Streetpunk-Band sind und einige Songs dies auch deutlich widerspiegeln – auch wenn die Gitarren nicht so krass verzerrt sind und der Gesang immer melodisch und mal so gar nicht kaputt klingt.

Überhaupt sind die Melodien der große Pluspunkt bei dem Quintett. Egal, wie sie die Versatzstücke neu arrangieren – mal mehr Punk, mal etwas Mod, mal Reggae, mal Ska etc. – sie haben immer eine großartige Gesangsmelodie dabei. Mir gefallen vor allem auch die richtig schön oldschooligen Sachen, wie sie auch in den 90ern viel in Europa oder bei Hellcat Records gemacht wurden (HEPCAT etc). Kein Wunder also, dass sogar Vic Ruggerio bei einem Song dabei ist.

Das Album wurde 2016 bereits veröffentlicht. Aber bei so einer Hitdichte muss es auch hier bei uns unter die Leute gebracht werden. Und deshalb bringt jetzt Destiny Records dieses kleine Hitalbum raus. Passend zum Sommer. Dier Band würde ich unglaublich gerne mal auf einem Festival sehen, da sie durch ihre Melodik sofort für jeden greifbar ist, durch den Abwechslungsreichtum nicht langweilig wird, dennoch einen eigenen Stil und ordentlich Drive hat. Ach ja – und echt einige Hits!

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