The Films - Don't Dance Rattlesnake



Review

Stil (Spielzeit): Indie-PopRock (35:57)

Label/Vertrieb (VÖ): 7Hz Recordings /Rough Trade (02.02.07)

Bewertung: 6/10

Link: http://www.the-films.com
http://www.myspace.com/thefilms
Wer zurzeit auf Indie steht, kommt um diese Band einfach nicht herum, denn kaum eine zweite ist so präsent in Dissen und Dauergast in deutschen Konzerthallen wie THE FILMS.
Allein im letzten Dezember spielten sie zwei Tourneen (die erste im Vorprogramm der KOOKS) und auch derzeit residieren sie wieder in deutschen Gefilden.

Was ist also dran an dieser Band?
THE FILMS sind, um es direkt vorweg zunehmen, keine Briten, sondern vier Jungspunde aus South Carolina mit einem Debütalbum namens „Don't Dance Rattlesnake", was wiederum ziemlich britisch klingt, auch wenn nicht nur vorwiegend spröder Indie herauskristallisiert.
Eröffnungsstück „A Good Day" ist das Lied, das man von der Tanzfläche her kennt: Handclaps, Stampfbeat und Text zum Mitsingen; gefolgt von „Belt Loops" mit Schellenring und verzerrter Indiegitarre.

Bereits hier lassen sich die anderen Inspirationsquellen erkennen: Rock('n'Roll) der 60er und 70er. Es sind zu nennen Bands wie THE KINKS und Künstler wie DAVID BOWIE.
Eine ähnliche Vorbilderwahl, wie sie einst THE KOOKS trafen, mit denen THE FILMS ein ähnlicher Sound verbindet, was spätestens bei „Call It Off" oder dem gelungen „Black Shoes" deutlich wird.

Textlich spielt das Quartett in einer spaßigen Liga, die zwar in Richtung THE BRAKES geht, aber an deren Durchgeknalltheit nicht heranreicht. „I Might Have A Problem" dürfte die Hymne für alle ADS-ler werden: aufreibende, bis zum Teil sehr anstrengende Strophenteile und ein Text, der nach Aufmerksamkeit geradezu verlangt. Ein gut umgesetztes Konzeptlied.

Entstanden ist ein grundsolides Album mit 12 grundsoliden Songs, die Energie und Spaß versprühen. Allerdings sind THE FILMS einfach etwas zu spät dran, um als wirklich innovativ gelten zu dürfen. Auch fehlt mir ein wirklich fesselndes Element, das diese Band nicht leicht ersetzbar macht, denn den direkten Vergleich mit den KOOKS können sie nicht Stand halten.
Ein Bestehen in der derzeitigen Indie-Welt, in der jede Woche neue aufregende Bands aus dem Boden sprießen, wird daher vermutlich schwierig, aber THE FILMS haben ja jede Möglichkeit sich mit einem zweiten Album zu beweisen.

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