Pact – The Infernal Hierarchies, Penetrating The Threshold Of Night

Pact – The Infernal Hierarchies, Penetrating The Threshold Of Night
    Black Metal

    Label: Moribund Records
    VÖ: 15.04.14
    Bewertung:6/10

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Mancher Schwarzkuttenträger behauptet ja, dass die Black Metal-Welle der Neunziger in die USA geschwappt ist und dort traditionsbewusster fortgeführt wurde, als es in Europa geschah. PACT könnte man zunächst einmal unter dieses allgemeine Statement subsummieren. Das Trio aus den Staaten lärmt seit acht Jahren durch die Gegend. Und sein Sound lässt keine Fragen offen.

Dementsprechend fallen die Amerikaner im Opener auch gleich mit der Tür ins Haus. Ohne große Stimmungsmache wird der Regler der rüden Gitarren hochgedreht. Schräge Riffs und brutales Geschrei, das fast rüberkommt wie ein Dauer-Gruppen-Shouting, stellen das Aggressionslevel gleich zu Beginn sehr weit oben ein.
„The Great Serpent Of Tehom" schwankt zwischen hasserfüllter Raserei und gemächlichem Gruft-Groove, der von einer Marsch-Snare getrieben wird. Auch „Pactmaker Lucifuge" setzt ab und zu auf ruhigeres Tempo, das jedoch mit Stichsägen-Riffing seinen bösen Umhang behält.

Als in „Under The Eclipse Of Tiphareth" der Dauer-Dampfhammer ausgepackt wird und die disharmonischen Riffs ihr bisheriges Dauerfeuer nur kurz unterbrechen, hängen nach zwei Dritteln der Scheibe die Ohren etwas durch. Stellenweise – wie unter anderem in „Asmodeus Beast Of Judgement" – darf der Bass auch mal an der Oberfläche spielen, bevor die deftigen Gitarren und die derben Vocals wieder die Führung übernehmen.

Filigraner jedoch sind die Kollegen von NACHTMYSTIUM, ABSU ein Stück technischer. Der brachiale Sound von PACT erinnert ein wenig an die Italiener von NEFARIUM. Das erbarmungslose Geballer löchert in einer guten Dreiviertelstunde die Gehörgänge; selten geht man vom Gas. Infernalisch ist diese Platte schon, doch in ihrer Gesamtheit fehlt die Abwechslung. Man kann natürlich diverse Riffs analytisch auseinandernehmen, doch das wäre in diesem rohen Sound recht anstrengend.

Weniger schwedisch melodiös liefern die Amis ein bestialisches Scheibchen ab, für das man einiges an Energie benötigt.

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