Nox - Ixaxaar


Review


Stil (Spielzeit): Black/speed Death Metal (34:01)
Label/Vertrieb (VÖ): Earache (19.02.2007)
Bewertung: 8/10
Link: http://www.earche.com

In der römischen Mythologie war mit NOX die Personifizierung der Nacht/Finsternis gemeint. Ein schöner Name für eine Combo – dachten sich Ungarn und auch Holländer. Die Ungarn nahmen 2005 am Songcontest de Eurovision teil, die Holländer nicht. Die Dutch-NOX machen dafür definitiv bessere Musik – Death-Metal der ultra brutalen Sorte. Und um dem Ganzen noch etwas Nachdruck zu verleihen, kokettieren die vier auch gleich noch mit dem M.L.O. – wer´s braucht. 

Musikalisch gesehen hauen die Jungs ganz schön einen raus. Mein lieber Herr Gesangsverein, NOX machen eindrucksvoll deutlich, dass sie dem Underground entstammen und an ihrem brachialen Stil mit ihrer Debüt-Scheibe „Ixaxaar“ auch absolut nichts ändern wollen. Atmosphärische Intros? Keyboard? Dem Deibel sei dank – nein weder das eine noch das andere – ausschließlich schnurgerades alles vernichtendes Geballer. 
Mit „Choronzonic Chaos Gods“ feuert die Maschinerie los. Von Beginn an ist hohes Tempo angesagt. Gelegentliche Breaks, verbunden mit einem leichten Melodiewechsel lassen die Songs nicht nur hyperschnelles Geballer sein, sondern geben den Stücken einen gewissen Anspruch. Abgesehen davon ist das ganz angenehm. Der Wechsel zwischen tiefem Growln und den eingestreuten kreischenden Black-Metal Parts, lässt etwas an Kataklysm erinnern. Auch was das Tempo und den Härtegrad angeht, hinkt der Vergleich nicht unbedingt. Krass ist vor allem, dass es nicht einen Song auf dieser Scheibe gibt, der auch nur annährend langsamer gespielt ist. Jeder Song ist repräsentativ für „Ixaxaar“ und trotz des Gedonners sind unterscheide zwischen den Liedern festzustellen. Die Gitarristen und der Drummer leisten eine sehr eindrucksvolle Arbeit. Das Drumming tickt zuverlässig und schnell wie eine Nähmaschine kurz vor dem Durchbrennen. Blastbeats und Double-Bass sind an der Tagesordnung und geben den Gitarristen ordentlich Druck, ihre Saiten ebenfalls zum Glühen zu bringen. Zwischendurch findet dann auch noch das ein oder andere sauber runter gezockte Solo seinen Weg in den Song. Der Sound ist dem Stil angepasst und wirkt in keinster Weise klinisch. 

„Ixaxaar“, was ungefähr so ausgesprochen wird wie „ick sack sar“ oder aus dem Plattdeutschen „ Ich sag´s ja“, bedeutet frei übersetzt „Scher Dich zum Teufel“. Dementsprechend sind auch die Titel der einzelnen Songs benannt: „Blind Mad God“, „The Jesus Sect“ oder „Satan Ex-Machina“ machen wohl recht deutlich, in welche Glaubensrichtung das Schiffchen steuert. Wie weit sich die Lyrics dahingehend gestalten, war leider nicht herauszubekommen, da diese der Promo-CD leider nicht beilagen. Vielleicht mal vorher einen Blick drauf werfen, kann ja nicht schaden. 

Also wie beschrieben, für Underground-Death-Metaler dessen Vorliebe auf aggressiven, brachialen und dennoch bodenständigen Sound liegen – eine Pflichtanschaffung. NOX spielen kontrolliert, chaotische Hassattacken und metzeln alles nieder was sich ihnen in den Weg stellt. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

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