Malus - The Beauty Of Doom




Stil (Spielzeit): Black Metal (53:33)
Label/Vertrieb (VÖ): Immense Storms Prod./Twilight (14.03.08)
Bewertung: 6,5/10
Link: http://www.naturesrevenge.de

Im Bereich des Black Metal gibt es ja durchaus einige prominente Combos, die offiziell aus relativ wenig Mitgliedern bestehen. So auch MALUS. Das Ein-Mann-Projekt von Wargrath ist ein solcher Fall, der schon seit ein paar Jahren durch den schwarzen Untergrund geistert.

Mit einem epischen dunklen Intro geht’s los, was mich teilweise irgendwie an eine klassische bekannte Melodie erinnert, was aber vielleicht auch nur Trugschall (Pendant zu Trugbild) ist.
Dann folgt Blast und im schwarzen Höllentempo wird „The Revival Of The Behemoth“ gehuldigt. Der Gesang wird in einigen Abschnitten sehr sehr tief, erinnert aber sonst auch mal an das raue Gurgeln von Abbath. Manchmal klingt es wie der derbe Sound von 1349, dann wieder episch auf Keyboard-Teppichen durch die schwarze Luft schwebend. Diese synthetischen Beilagen sind meines Erachtens ab und zu „elektro-mäßig“ etwas fremd, eben nicht immer Klavier- oder Streicherzugabe.
Zwischendrin wird man mit „Hypnagogia“ wieder an das Intro erinnert, was ähnlich klingt, aber doch weitergeführt wird. Durch die immer wieder anklingenden Passagen mit düsteren Keyboards und der vertieften Stimmlage, gibt es passend zum Titel der Platte ein bisschen "doomiges" zu hören. Auch wenn ein paar kleine Übergänge wie mit der Brechstange gemacht wirken, unterstützt die Elektronik doch meist die Tragik.

Zunächst einmal möchte ich den Hut ziehen vor Wargrath, der vollkommen in Eigenregie dieses Scheibchen geschrieben, eingespielt und produziert hat, inklusive eines kleinen, feinen Booklets (Immense Storms Productions sind auch in seiner Hand).
„The Way Of Doom“ ist zwar eine Underground-Platte, gibt dafür aber in Sachen Black Metal einiges her. Hier wurde eine kleine Prise Doom auf die Schwarzwurst gestreut und wer sich bei IMMORTAL mit Keyboard und Konsorten wohl oder unwohl fühlt, der kann sich diese Schwarzwurst durchaus mal ins Ohr stecken.